(Rezi von Adelheid) Michael Tucker – So it goes

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Vor einigen Wochen habe ich folgendes Buch gelesen:

 So it goes

 Autor: Michael Tucker

Verlag: Graf-Verlag

Seitenzahl: 256

Erscheinungsdatum in Deutschland: 28.09.2012

ISBN-Nummer: 9783862200290

 Das Buch ist in Deutschland bisher als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet 18 Euro im Buchhandel.

Über Michael Tucker:

 Michael Tucker ist ein US-amerikanischer Autor, der als Schauspieler in der Serie „L.A. Law“ spielte und dafür sogar den „Emmy“ (das ist ein Fernsehpreis) bekam.

 „So it goes“ ist sein erster Roman.

 Michael Tucker lebt abwechselnd in Umbrien (Italien) und in New York (USA).

Worum geht es in dem Buch?

 Die Schauspielerin Annie wird sterben. Der Krebs ist nach vielen Jahren wieder zurückgekehrt – heftiger, als erwartet.

 Nun liegt sie da im Krankenhaus „Mount Sinai“ in New York und wartet auf den Tod. Ihr Mann Herbie versucht, mit dem nahenden Tod seiner Frau fertig zu werden. Wenn er nicht bei ihr am Bett sitzt, läuft er spazieren oder geht in Bars. Es ist Winter und kalt.

 In einer Bar lernt er Olive kennen. Olive, die eigentlich eine Gesangsausbildung hat – aber nun schon lange in einer Bar kellnert. Eigentlich möchte sie Schauspielerin werden.

 Herbie erzählt Annie von Olive – und Annie lädt Olive ein, an ihr Bett zu kommen. Es wird ein freundschaftliches Gespräch zwischen zwei Frauen. Annie arrangiert sich damit, dass Olive nach Annies Tod ihren Platz an der Seite von Herbie einnehmen könnte. Von Feindseligkeit ist da keine Spur – vielmehr beschafft Annie sogar noch vor ihrem Tod ihrer Rivalin eine Hauptrolle in einem Stück von Tschechow.

 Auch Candy taucht auf, die Tochter von Herbie und Annie, deren Beziehung zu Maurice gerade auf der Kippe steht.

 Wie sich das Verhältnis zwischen Herbie, Olive, Candy und Maurice nach Annies Tod entwickelt, das ist das Thema in diesem Buch.

Leseprobe:

 Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man unter folgendem Link:

 http://www.vorablesen.de/sites/vorablesen.de/files/buecher/leseproben/tucker_leseprobe.pdf

Ein New Yorker Roman – oder: meine Leseerfahrung:

 Der Roman erinnert mich – von der Atmosphäre her – an das Buch „Niederland“ von Joseph O’Neill, das ich vor einigen Jahren las und das mir gefallen hat.

 Auch dieses Buch „So it goes“ habe ich sehr gerne gelesen. Obwohl die Atmosphäre zu Anfang des Buches traurig ist, schweift dieses Buch nie in zu große Sentimentalitäten ab. Ich bewundere Annie, wie sie kurz vor ihrem Tod noch so klardenkend ist und viele Angelegenheit zu regeln scheint. Es ist großmütig von ihr, Olive als ihre Nachfolgerin an Herbies Seite zu akzeptieren. Herbie, an dessen Seite sie während 38 Jahren Ehe so viel erlebt hat.

 Herbie versucht, sich zu fangen. Er spürt Annie noch in dem Krankenzimmer, in dem sie vor ihrem Tod lag. Zurück in seiner Wohnung und in seinem Leben macht sich vertraut mit der Aufgabe, Olive bei ihren Schauspielbemühungen zu helfen. Aber nicht nur das ist seine Aufgabe. Er versucht auch, das Verhältnis zu seiner Tochter Candy zu klären.

Immer wieder kommt das Golfspiel als Thema in dieses Buch, was mich aber nicht stört. Das Buch ist ruhig, kein Reißer, aber gut geschrieben. Im Präsens. Das ist zwar nicht der übliche Schreibstil, den man in Büchern findet – aber er macht das leserische Erlebnis näher erlebbar, finde ich.

„So it goes“ ist ein ruhiger Roman über einen Mann, der seine Frau verloren hat und wieder seinen Platz im Leben sucht. Ein sehr tiefgründiger Roman darüber, wie man Trauer verarbeiten kann.

 Mir hat das gefallen. Ich vergebe 5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

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(Rezi von Adelheid) Corinna Bomann – Der Mondscheingarten

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Im Urlaub auf Mallorca im April 2013 habe ich folgendes Buch gelesen:

 Der Mondscheingarten

 Autorin: Corinna Bomann

Verlag: Ullstein

Seitenzahl: 521

Erschienen in Deutschland im April 2013

ISBN-Nummer: 978-3-548-28526-9

 Das Buch ist als Taschenbuch erhältlich und kostet in Deutschland 9,99 Euro.

Über Corinna Bomann

 Corinna Bomann ist eine deutsche Autorin. Bei Ullstein erschien weiterhin ihr Buch „Die Schmetterlingsinsel, das zum Bestseller wurde.

 Außerdem hat Corinna Bomann einige Jugendbücher geschrieben.

Über zwei talentierte Geigenspielerinnen und eine Frau, die mehr über sie erfahren will – oder: die Handlung

 Der Leser erfährt Vorgänge, die in verschiedenen Jahren stattfinden:

 Im Jahre 1902: Rose Gallway ist eine sehr talentierte Geigerin. Sie spielt dann am besten, wenn sie Bilder vor ihrem geistigen Auge sieht. Erst dann ist sie eins mit der Musik, erst dann vermittelt sie ihrer Zuhörerschaft ein einzigartiges Erlebnis.

 Rose – die halb aus Sumatra stammt und halb britisch ist. Rose, die ihre Heimat Sumatra liebt, aber auch bereit ist, auf Tournee in der ganzen Welt zu gehen.

 Nach einem Konzert in Sumatra lernt Rose den Briten Paul Havenden kennen. Sofort ist es um sie geschehen. Der Mann fasziniert sie. Und er ist von ihr hingerissen. Er scheint mit seiner Ehefrau Maggie, die lieber heute als morgen wieder nach England reisen würde, nicht besonders glücklich zu sein. So geschieht es, dass Rose und Paul ein Verhältnis miteinander anfangen. Paul möchte eine Plantage auf Sumatra erwerben – und vielleicht wird Rose einmal mit ihm dort wohnen?

 Im Jahre 1920: Helen Carter, eine sehr talentierte Geigerin, soll in London ein Konzert geben. Die London Hall ist gefüllt mit Leuten – und da verlässt Helen verstört das Konzerthaus. Sie irrt durch Londons Straßen, scheinbar ziellos. Auf einmal hat sie einen Unfall.

 Im Jahre 2011: Lilly Kaiser ist Antiquitätenhändlerin in Berlin. Ihr Mann Peter ist vor drei Jahren an einem Hirntumor gestorben, und nun versucht Lilly, allein ihr Leben zu bewältigen. Besonders gut gehen die Geschäfte nicht, aber es reicht zum Überleben.

 Eines Tages kommt ein Fremder in ihren Laden und schenkt ihr eine Geige. Die Geige hat ein Rosenemblem auf der Rückseite. Lilly ist darüber verblüfft – aber ehe sie den Fremden fragen kann, warum er ihr die Geige schenkt, ist er schon verschwunden. Lilly beschließt, über die Geige Erkundigungen einzuziehen. Wer spielte sie? Wie ist die Geschichte rund um die Personen, denen die Geige gehörte?

 Außerdem sind im Geigenkasten die Noten zu einem Musikstück, namens „Mondscheingarten“ enthalten. Wer hat es komponiert?

 Ihre Reise führt sie nach Großbritannien zu ihrer besten Freundin Ellen, die die richtigen Bekannten hat, die Lilly weiterhelfen könnten. Außerdem restauriert sie selbst Geigen.

 Im Flugzeug trifft Lilly Gabriel Thornton, der sich ebenfalls mit Musik, berühmten Musikern und deren Geschichte befasst. Auch er wird ihr nach besten Kräften weiterhelfen auf der Suche nach den vorherigen Besitzern der Geige…

Leseprobe

 Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man unter folgendem Link:

 http://www.vorablesen.de/sites/vorablesen.de/files/buecher/leseproben/bomann-mondscheingarten_lp.pdf

Schöne Lektüre – nicht nur für den Urlaub – oder: meine Leseerfahrung:

 Ich hatte mich über vorablesen.de für das Buch beworben und freute mich, als ich es gewinnen konnte.

 Ich habe es im Urlaub gelesen. Schön und flüssig ist es geschrieben, aus der auktorialen Erzählperspektive (kein Ich-Erzähler).

 Die Geschichten rund um Rose und Helen faszinierten mich sehr. Ich konnte beim Lesen gut eintauchen in die Besonderheiten von Sumatra und dessen Geschichte. Rose war mir sofort sympathisch – die talentierte Geigerin, die eigentlich reisen soll und Konzerte geben. Aber nicht nur die Liebe zu Paul hindert sie oft daran – sondern auch die Sorge um ihre Eltern, die beide noch auf Sumatra leben.

 Ich habe mit großem Interesse über diverse Sitten und Gebräuche in den Familien von Sumatra gelesen, vor meinem geistigen Auge entstanden Landschaften, Regenwälder und Städte. Die Autorin schafft es, hier einen sehr guten schreiberischen Eindruck zu vermitteln.

 Dagegen fand ich die Geschichte rund um Lilly, Ellen und Gabriel etwas zu konstruiert. Diese drei Hauptpersonen in der Handlung, die sich 2011 zutrug, sind mir zwar sympathisch. Aber ich finde es zu weit hergeholt, dass Lilly beispielsweise sofort neben Gabriel, der ihr auch in London bei ihrer Suche wertvolle Hilfe leisten wird, im Flugzeug nach London sitzt. Ich hätte es glaubwürdiger gefunden, wenn Lilly Gabriel in London kennen gelernt hätte. Weil Ellen ihn nämlich auch kennt und hier ein Treffen hätte arrangieren können.

 Im Gesamten gesehen, ist das Buch eine hervorragende Unterhaltungslektüre rund um eine Geige. Ein Buch, das sofort fesselt, wenn man die ersten Seiten gelesen hat. Langweilig wurde es nie.

Mein Fazit

 „Der Mondscheingarten“ von Corinna Bomann ist ein gut zu lesender Roman über eine Frau, die versucht, die Geschichte einer Geige zu ergründen und deswegen einige Reisen unternimmt. Besonders gut haben mir die Ereignisse rund um einige Personen zu Anfang des 20. Jahrhunderts gefallen.

 Da es in dem Buch vorwiegend um Frauen geht, würde ich es Frauen zum Lesen empfehlen.

 Ich vergebe 4 von 5 Sternen und eine Kauf-/Leseempfehlung.

 BildP.S.: Meine Berichte erscheinen auch bei Ciao.de unter meinem Nicknamen „Sydneysider47“, bei Amazon.de unter „Irina Melbourne“ und auch auf anderen Plattformen. Weiterhin blogge ich.

(Rezi von Adelheid) Jojo Moyes – Ein ganzes halbes Jahr

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Im Urlaub im April 2013 habe ich folgendes Buch gelesen:

 Ein ganzes halbes Jahr

 Autorin: Jojo Moyes

Erscheinungsdatum in Deutschland: 21. März 2013

Verlag: Rowohlt Polaris

Seitenzahl: 512

ISBN-Nummer: 978-3499267031

 Das Buch ist in Deutschland als Paperback (ich würde es als „Taschenbuch im Großformat“ bezeichnen) zu 14,99 Euro im Buchhandel erhältlich.

Über die Autorin Jojo Moyes

 Jojo Moyes ist eine britische Autorin, Jahrgang 1969, die Journalistik studiert hat. Sie arbeitete schon für die Zeitung „Sunday Morning Post“. Mit ihrer Familie lebt sie auf einer Farm in Essex.

 In Deutschland sind bereits einige Bücher von ihr erschienen. Beispielsweise „Dem Himmel so nah“ (2008) und „Suzannas Coffee-Shop“ (2007).

Lou und Will – oder: die Handlung

 Will Traynor hat eine glänzende Karriere vor sich. Bald wird er zum Geschäftsführer einer Firma avancieren, er hat eine hübsche Freundin und eine tolle Wohnung in London, schaut gut aus, treibt gerne Sport und reist.

 Da verändert ein Unfall sein Leben schlagartig. Als er ein Taxi erreichen will, das ihn morgens bei strömendem Regen ins Büro bringen soll, wird er von einem herannahenden Motorrad erfasst.

 Die Wahrheit ist bitter. Will ist so schwer verletzt, dass er nie mehr wird laufen können. Er ist querschnittsgelähmt, seine Hände sind nur noch bedingt einsatzfähig. Er kommt ohne die Hilfe von Pflegern nicht mehr zurecht. Seine Wohnung in London muss er aufgeben, und seine Eltern holen ihn zu sich nach Hause in eine englische Kleinstadt. Geld spielt keine Rolle, aber Gesundheit kann man nicht kaufen.

 Neben Pfleger Nathan gewinnen Wills Eltern Louisa Clark – genannt Lou -, die sich um Will kümmern soll.

 Nathan, aus Neuseeland stammend, ist ein erfahrener Krankenpfleger, der beispielsweise mit Will gymnastische Übungen durchführen kann. Lou dagegen hat keine Ahnung von dem, was auf sie zukommt. Sie ist 27 Jahre alt und hat gerade ihren Job in einem Café verloren. Geld braucht sie dringend, denn sie unterhält finanziell nicht nur sich, sondern auch ihre Eltern und den pflegebedürftigen Großvater. Sie ist 27 Jahre alt, eine Ausbildung hat sie noch nicht absolviert.

 Nur zögerlich will Lou den Job bei Familie Traynor ausüben. Dabei tröstet sie die Tatsache, dass der Job nur ein halbes Jahr dauern wird und sie gut verdient.

 Will kann sich nicht mit seinem Schicksal abfinden, ein Leben im Rollstuhl zu führen. Seine einstige Freundin hat sich von ihm abgewandt und wird bald einen anderen Mann heiraten. Will ist jetzt Tetraplegiker. Seine Gesundheit wird sich ständig verschlechtern. Seine Körpertemperatur kann er schon jetzt nicht mehr regulieren. Jede Lungenentzündung kann zum Tode führen. Will hat sich bereits entschieden, nach einem halben Jahr in ein Institut in die Schweiz zu reisen, wo man ihm beim Sterben behilflich sein wird. Einen Selbstmordversuch hat er bereits hinter sich und seinen Eltern versprochen, ein halbes Jahr lang keinen weiteren Selbstmordversuch zu unternehmen.

 Seine Eltern setzen ihre Hoffnung auf Lou, die ihn umstimmen soll. Die ihm zeigen soll, dass ein Leben doch lebenswert ist, auch wenn es im Rollstuhl verbracht wird. Genau ein ganzes halbes Jahr hat sie dafür Zeit.

 Will mag Lou anfangs nicht, und es dauert eine Weile, bis sich die beiden doch anfreunden. Im Laufe der Wochen denkt sich Lou Unternehmungen aus, die Will gefallen könnten. Beispielsweise den Besuch eines Pferderennens. Aber nicht nur Lou versucht, Will zu inspirieren – Will ist auch eine Inspirationsquelle für Lou. Er ermutigt sie, aus ihrem Leben etwas zu machen, beispielsweise zu studieren. Lou ist erfreut, zumal Will die Ausflüge, die sie mit ihm unternimmt, immer mehr gefallen…

 Leseprobe

 Eine Leseprobe findet man auf der Homepage des Rowohlt-Verlages unter folgendem Link:

 http://www.rowohlt.de/fm/131/Moyes_Ein_ganzes_halbes_Jahr.pdf

 Lese-Erfahrung und eigene Meinung

 Das Buch hatte ich in einer Bahnhofsbuchhandlung gekauft, als ich nach Urlaubslektüre suchte. Der Preis schreckte mich zuerst ein bisschen ab – aber für 14,99 Euro bekomme ich nicht „nur“ ein Taschenbuch, sondern ein übergroßes Taschenbuch – ein Buch im Format vieler Hardcoverbücher. Außerdem ist die Schrift recht lesefreundlich gestaltet.

 Im Urlaub las ich das Buch zügig durch. Mitreißend ist es geschrieben, schon gleich von der ersten Seite an. Der Prolog handelt von Will, der seinen Unfall hat. Hier hat die Autorin die auktoriale Sichtweise (also kein Ich-Erzähler) gewählt.

 Schnell wechselt sie jedoch in die Ich-Perspektive. Meistens ist das Buch aus der Sicht von Lou in der Vergangenheit geschrieben. Einige Kapitel sind jedoch aus der Ich-Perspektive anderer Ich-Erzähler geschrieben – aus der Perspektive von Wills Mutter, von Lous Schwester Treena und Nathan. Die Ich-Perspektive stört mich nicht – und ich finde es sogar interessant, dass diese Sichtweise mehrfach gewechselt wird. Als Leserin werde ich hier nicht verwirrt, da immer erwähnt wird, aus wessen Sichtweise ein Kapitel gestaltet ist, wenn es nicht von Lou erzählt wird.

 So ernst das Thema um Will und seine Krankheit auch ist, schafft es die Autorin, einige humorvolle Momente in die Handlung mit einfließen zu lassen. So lesen sich die Passagen, während derer Treena, Lous Schwester, erscheint, meistens durchaus witzig. Auch musste ich beim Lesen schmunzeln, wenn Lous Mutter versuchte, ihre 27-jährige Tochter immer noch erziehen zu wollen.

 Persönlich war ich in mehrfacher Hinsicht berührt von der Handlung. Als ich von Will las, dachte ich oft an meinen Sohn, der auch im Rollstuhl sitzt. Allerdings konnte mein Sohn noch nie laufen und findet das ganz normal. Anders verhält es sich mit Will. Er hat Erinnerungen an ein schönes, aufregendes Leben. Als er viel reiste, Sport trieb, erfolgreich war und von Frauen angehimmelt wurde. All das ist jetzt durch die Behinderung vorbei oder wesentlich schwieriger geworden.

 Der Schluss des Buches hat mich überrascht. Vorhersehbar ist es nicht – aber logisch und nachvollziehbar.

Mein Fazit

 „Ein ganzes halbes Jahr“ erzählt die Geschichte von Lou und Will. Will sitzt nach einem Unfall im Rollstuhl und hält sein Leben nicht mehr für lebenswert. Lou kümmert sich um ihn – und will ihm helfen, doch die positiven Aspekte im Leben zu sehen.

 Beide Charaktere sind sehr sympathisch – wie auch die meisten anderen Charaktere in dem Buch. Die Handlung ist mitreißend und regt zum Nachdenken an.

 Damit das Buch wegen des brisanten Themas „Sterbehilfe“ auch für Lesekreise geeignet ist, gibt es gegen Ende noch einige Informationen und Fragen für Lesekreise.

 Ich vergebe dem Buch fünf von fünf Sternen und empfehle es weiter. Es ist eines der besten Bücher, die ich 2013 gelesen habe.

 BildP.S.: Dieser Bericht erschien am 28.04.2013 bei Ciao.de unter meinem Nicknamen Sydneysider47.

{Rezension} Elfenkind – Charmed, Zauberhafte Schwestern

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Autor: Micol Ostow / Marc Hillefeld
Titel: Elfenkind
Verlag: Egmont vgs
Erschienen: 2005
ISBN-10: 3802534875
ISBN-13: 978-3802534874
Seiten: 159 Seiten  
Einband: Gebundene Ausgabe
Serie: Charmed, Zauberhafte Schwtern – Band 51
Preis: 15,99 Euro

Klappentext

 

Die Elfe Caitlyn macht Mya, einer dämonischen Kopfgeldjägerin, ein verzweifeltes Angebot: Sie verspricht Mya, Menschenbabys zu beschaffen, wenn diese dafür die Elfenbabys in Ruhe lässt.
Zur gleichen Zeit beschließt Piper, wieder ins Berufsleben einzusteigen. Paige nimmt daraufhin den kleinen Wyatt mit in die Kindertagesstätte, in der sie neuerdings arbeitet. Doch schnell stellt sich heraus, dass dort etwas nicht mit rechten Dingen zugeht: Die Kinder sind plötzlich unausstehlich, und auch Wyatt verhält sich so eigenartig, dass er kaum wiederzuerkennen ist. Ist er vielleicht verzaubert worden? Immer mehr Eltern melden ihre Sprösslinge aus der Kindertagesstätte ab, und als auch noch eine Kindergärtnerin spurlos verschwindet, beschließt Paige, den Ereignissen auf den Grund zu gehen. Und dann überschlagen sich plötzlich die Ereignisse …

 

Meine Meinung

Von diesem Charmed Band bin ich leider etwas enttäuscht. Laut Titel habe ich mich auf eine wunderbare magische Geschichte um Elfen gefreut. Selbst in der TV Serie kamen diese magischen Wesen recht kurz. Aber was mich hier überraschte, war das Nicht vorhandensein von magischen Momenten. Das Potenzial war sehr groß, aber wurde keinesfalls ausgeschöpft.

Die Hauptprotagonisten bekamen eine Tiefe, die man selten hat, aber auch das konnte um die schwach erzählte Geschichte um die Elfe Cathlyn und die vertauschten Babys nicht hinwegtrösten.
Selten fand ich einen Band der Serie so langweilig!

Die Dämonenjagd lag im Hintergrund, magisches gab es eigentlich so gut wie gar nicht.
Dafür wurde eingehend auf Phoebes Schreibblockade in ihrer Kolumne oder Pages Arbeit in der Kindertagestätte eingegangen, oder eben Pipers Spagat zwischen Muttersein und Clubbesitzerin.
Eigentlich eher ein Buch aus dem Leben gegriffen, als magische Schwestern.

Nur ein Muss für wahre Fans!

{Rezension} Göttlich verliebt von Josephine Angelini

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Autor: Josephine Angelini
Titel: Göttlich verliebt
Originaltitel: Goddess
Verlag: Dressler verlag
Erschienen: 01. März 2013
ISBN-10: 3791526278
ISBN-13: 978-3791526270
Seiten: 458 Seiten  
Einband: Gebundene Ausgabe
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Serie: Göttlich Triologie – Band 3
Preis: 19,95 Euro

Klappentext

 

Der fulminante Abschluss der „Göttlich“-Trilogie.

Ein zweiter Trojanischer Krieg steht unmittelbar bevor. Weil die Scions sich gegenseitig bekämpfen, liegt es allein an Helen, Lucas und Orion, neue Verbündete für ihr bislang größtes Gefecht zu finden. Zugleich wächst Helens Macht und mit ihr das Misstrauen ihrer Freunde. Doch Helen kann deren Vertrauen zurückgewinnen und den unsterblichen Zeus in letzter Minute bezwingen. Aber was wird aus Helens ganz persönlichem Kampf um ihre Liebe zu Lucas?

Um zu verhindern, dass die sterbliche Welt in die Hände der 12 unsterblichen Götter fällt, brauchen Helen, Lucas und Orion neue Verbündete. Zugleich wächst Helens Macht und mit ihr das Misstrauen ihrer Freunde. Wie kann Helen deren Vertrauen zurückgewinnen? Womit lassen sich die Götter besiegen? Und was wird aus ihrem Kampf um die Liebe zu Lucas?

 

Meine Meinung

Ich will gar nicht zuviel über den Inhalt des Buches verraten. Im Klappentext steht eigentlich schon alles relevante drin – und es sind schon unzählige Rezensionen geschrieben wurden.

Dieser 3.Band beginnt da, wo Band 2 aufgehört hat. Helen hat Ares besiegt, aber die Häuser wurden vereint, weil Helen, Lukas und Orion Blutsbruderschaft geschlossen haben – ein neuer Trojanischer Krieg steht bevor – so wie es immer sein sollte, laut Parzen. Immer und immer wieder wiederholt sich die Geschichte. Und langsam wird auch Licht ins Dunkel gebracht.

Trotzdem bin ich regelmäßig ins trudeln gekommen – meiner Meinung nach war manches einfach viel zu viel: Helen bekam alle möglichen Fähigkeiten, wo ich schon langsam den Überblick verloren habe. Plötzlich erfährt man, die Scions können sich in Tiere verwandeln – für mich alles too much!

Viel wurde geschrieben, wie die Truppen vor der Schlacht verteilt wurden, wer wohin und warum, wer mit wem und wer nicht….mitunter etwas verwirrend, weil auch hier zuviel.
Dann hingegen das große Fimale – Helens Schlacht gegen die Götter – dies wiederum war viel zu schnell vorbei! Von mir dafür eindeutig ein Minuspunkt.
das alles klang, als wäre Götter besiegen das Einfachste, was es gibt.

Trotzdem hat mir der Abschluss der Triologie gefallen, Orion war mir wieder total sympatisch – er ist einfach der Beste !

Aber alles in allem kann dieser dritte Teil nicht das wiedegeben, was ich in den ersten beiden empfand – Spannung! Ich fand den einfach etwas blass gegen die beiden ersten Teile.

Aber wenn man einmal mit der Triologie begonnen hat und die ersten beiden Bände gelesen hat und für gut befunden hat, sollte diesen 3.auf jeden Fall lesen!

{Rezension} Sherlock Holmes – Eine Studie in Angst Teil 1 von David Gray

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Autor: David Gray
Titel: Sherlock Holmes – Eine Studie in Angst Teil 1
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Erschienen: 30. März 2013
ISBN-10: 1484000587
ISBN-13: 978-1484000588
Seiten: 108 Seiten  
Einband: Taschenbuch
Serie: Eine Studie in Angst Teil 1
Preis: 4,97 Euro

Klappentext

 

Bei der Recherche zu einem Buch über den Irischen Unabhängigkeitskampf stößt der Autor David Gray in London auf ein geheimes Dossier, das Originalaufzeichnungen Doktor Watsons enthält. Der Doktor hat darin drei Abenteuer seines Freundes Sherlock Holmes geschildert, die bisher nie veröffentlicht wurden. In der ersten der drei Geschichten, die sich in jenem Dossier befinden wird Sherlock Holmes von seinem Bruder Mycroft gebeten, sich des Falles von Sir Archibald Pennyworth anzunehmen, der glaubt in seinem neuen Stadthaus vom Geist einer grausamen Mörderin heimgesucht zu werden. Doch was zunächst wie ein etwas skurriler Routinefall aussieht, entpuppt sich rasch als ein gefährliches Katz- und -Mausspiel, bei dem der Jäger zum Gejagten wird. Ein alter Familienschmuck, ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit, ein undurchsichtiger Hypnotiseur und der wohl beste Schütze des Empires – sie alle sind auf diese oder jene Weise in den verzwickten Fall verwickelt…

 

Meine Meinung

Ich gebe zu: Ich war eher skeptisch, als ich hörte, dass sich ein Autor an neue Sherlock Holmes Geschichten wagte. Ich liebe diese von Doyle und habe fast alle gelesen. Kann dem jemand noch gerecht werden?

Und ich wurde positiv überrascht.
Hier wird eine Detektivgeschichte erzählt, die jeden „alten“ Holmes Roman das wasser reichen kann.
Dr. Watson und Sherlock Holmes wurden auch hier dargestellt, wie sie jeder Holmes Fan kennt. Ich war von den ersten Seiten bis zum Schluss begeistert und kann dieses Buch nur weiter empfhelne.
Gerade wer die klassischen Holmes Geschichten kennt und liebt, wird auch diese mögen! Und wer sie nicht kennt: Ihr müsst die lesen!

Nun bin ich sehr auf den Folgeband gespannt, denn zu Ende ist die Geschichte leider noch nicht und der Autor lässt uns nun zittern, wer nun eigentlich der Mörder ist, der sein Spiel mit Sherlock Holmes spielt.

Fazit

Ein klassisch aufgebaueter Detektivfall, von einem scheinbar banalen Problem ausgehend, der doch sehr intensiv wird!

Vielen Dank

…an David Gray, dass ich dieses Rezensionsexemplar lesen durfte!

{Rezension} Die Tribute von Panem – Gefährliche Liebe (Band 2) von Suzanne Collins

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Autor: Suzanne Collins
Titel: Die Tribute von Panem – Gefährliche Liebe
Originaltitel: The Hunger Games 2. Catching Fire
Verlag: Oetinger
Erschienen: 19.Mai 2010
ISBN-10: 3789132195
ISBN-13: 978-3789132193
Seiten: 431 Seiten  
Einband: Gebundene Ausgabe
Serie: Die Tribute von Panem – Band 1  
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab14 Jahre
Preis: 17,95 Euro

Klappentext

 

Spürst du, was sie wirklich fühlt? Seitdem Katniss und Peeta sich geweigert haben, einander in der Arena zu töten, werden sie vom Kapitol als Liebespaar durch das ganze Land geschickt. Doch da ist auch noch Gale, der Jugendfreund von Katniss. Und mit einem Mal weiß sie nicht mehr, was sie wirklich fühlt oder fühlen darf. Als immer mehr Menschen in ihr und Peeta ein Symbol des Widerstands sehen, geraten sie alle in große Gefahr. Und Katniss muss sich entscheiden zwischen Peeta und Gale, zwischen Freiheit und Sicherheit, zwischen Leben und Tod. Die grandiose Fortsetzung des Bestsellers „Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele“. Nominiert zum Book of the Year (Publishers Weekly)

 

Meine Meinung

Katniss und Peeta gehen als Sieger in ihren Distrikt 12 zurück. Scheinbar ist nun alles gut – sie haben genügend Geld und Lebensmittel und ihre Familien müssen sich keine Sorgen mehr machen.
Da taucht eines Tages Präsident Snow bei Katniss auf und macht ihr klar, wenn sie auf die Tour der Sieger durch die Distrikte geht, muss sie alle Menschen und den Präsidenten selbst davon überzeugen, dass sie Peeta liebt – nur so würden die Menschen, die sie liebt auch überleben.
Eine bösartige Drohung von einem richtig bösen Präsidenten.

Katniss und Peeta machen sich auf die Tour der Sieger und sehen mehr, als sie dachten. Es brechen erste Unruhen in einigen Distrikten aus! Und Friedenswächter gehen mit aller Härte dagegen vor!

Wieder zu Hause angekommen, wird das Jubel-Jubiläum der Hungerspiele bekannt gegeben – und die neuen Regeln: Es sollen nur Tribute aus den bisherigen Siegern gezogen werden! Und wieder muss Katniss in die Arena! Aber diesmal will sie, dass Peeta auf jeden Fall lebend zurück nach Distrikt 12 kommt.

Auch dieser 2.Band konnte mich vollends überzeugen! Gab es auch wieder immer mal Momente, wo ich Katniss einfach nur naiv oder egoistisch gesehen habe, war doch die Geschichte ebenso fesselnd geschrieben, wie bereits in Band 1.
Der Leser wird wieder mit in tödliche Hungerspiele geworfen und man leidet mit allen mit. Diese zweiten Hungerspiele, die die Autorin hier in Szene setzt, sind keinesfalls ein Abklatsch aus Band 1. Hier geht es ganz anders zu und auch die Ausgangssituation für Katniss und Peeta sind anders. Sie gehen jetzt Bündnisse ein.

Ich hätte nicht gedacht, dass nach dem Serienauftakt „Tödliche Spiele“ auch dieser 2.Band „Gefährliche Liebe“ mich wieder so fesseln kann. Aber nachdem es am Anfang etwas schleppend vorwärts geht, sind mir ab der Mitte des Buches die Seiten nur so davon geflogen. Und ich war schneller am Ende, als ich wollte. Und was mich am Ende erwartete war ein ganz fieser Cliffhanger! So soll es sein.

Ich bin nun gespannt auf das Finale der Serie im 3.Band „Flammender Zorn“ – was irgendwie schon wieder klingt wie das Mädchen in Flammen – da wird es doch hoffentlich einen guten Zusammenhang geben.

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