(Rezi von Adelheid) Emily St. John Mandel: Das Licht der letzten Tage

Hinterlasse einen Kommentar

Vor einigen Tagen habe ich folgendes Buch zu Ende gelesen

Das Licht der letzten Tage

der kanadischen Schriftstellerin

Emily St. John Mandel

Bei diesem Roman handelt es sich um ein Buch, das man dem Genre „Fantasy“ und „Science Fiction“ zuordnen kann. Solche Bücher lese ich sehr selten. Warum mir das Buch trotzdem gefallen hat, liest man jetzt.

 

Kurzinformationen zu diesem Buch

Erscheinungsdatum in Deutschland: 14. September 2015

Verlag: Piper

Seitenzahl: 416 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3492060226

Das Buch ist als Paperbackausgabe in deutscher Sprache erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 14,99 Euro.

 

Über Emily St. John Mandel

Emily St. John Mandel ist eine kanadische Autorin, Jahrgang 1979. Sie stammt aus British Columbia. Nach dem Studium des zeitgenössischen Tanzes lebte sie kurz in Montreal, zog dann nach New York und begann, für das literarische Online-Magazin »The Millions« zu schreiben.

Die Autorin ist verheiratet.  Ihr erster Roman »Das Licht der letzten Tage«  wurde in den USA ein Bestseller.

 

Leseprobe

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man direkt auf der Homepage des Piper-Verlags unter folgendem Link:

https://www.piper.de/buecher/das-licht-der-letzten-tage-isbn-978-3-492-06022-6

 

Nur wenige haben die Georgische Grippe überlebt – oder: die Handlung

Der berühmte Schauspieler Arthur Leander erleidet einen Herzinfarkt, als er auf der Bühne steht. Er spielt den König Lear im Elgin-Theater in Toronto (Kanada). Ein Mann, namens Jeevan, versucht, auf der Bühne erste Hilfe zu leisten – aber ohne Erfolg. Arthur Leander stirbt im Alter von 51 Jahren.

Er starb zu einer Zeit, als die Welt noch fortschrittlich war, als man von vielen technischen Vorteilen profitierte – dem Internet und dem Telefon beispielsweise.

Aber die Georgische Grippe greift um sich – eine Pandemie, die in Europa begann und durch Reisende in alle Länder verschleppt wird. Viele Menschen sterben innerhalb weniger Tage, einen Impfstoff kann man nicht mehr finden. Irgendwann sind 99 Prozent der Weltbevölkerung gestorben – Leute, die noch aus Großstädten vor der Grippe fliehen wollten, sterben in ihren Autos, die in Staus stehen. Leute, die auf Reisen waren, stecken auf Flughäfen fest – denn auf einmal gibt es keine Flüge mehr.

99 Prozent der Weltbevölkerung sind tot – und die Vorteile des technischen Fortschritts sind plötzlich erloschen. Wer kümmert sich um guten weltweiten Internetempfang, wenn die Leute, die diesen ermöglichen konnten, nicht mehr leben? Wer braucht noch soziale Netzwerke, wenn es niemanden mehr gibt, der darin liest, weil es niemanden mehr gibt, die etwas darin schreibt.

Ein Prozent der Menschen auf der ganzen Welt haben überlebt. Sie leben verstreut in allen Ländern der Erde und können nicht mehr mit Telefon und/oder Internet in Kontakt treten. Es gibt auch kein Fernsehen mehr, kein Radio mehr, keine Zeitungen, keine  Filme.

Familien sind verstreut überall auf der Welt, denn man kann niemandem mehr Bescheid sagen, wo man überhaupt ist – und man weiß ja gar nicht, wer von den Familienmitgliedern noch lebt und wer nicht.

Man überlebt dort, wo man gerade ist. Einige Leute haben sich beispielsweise auf einem Flughafen niedergelassen. Sie bilden dort im Laufe der Jahre eine Gemeinde, in der auch Kinder geboren werden und darüber unterrichtet werden, wie es früher mal war. Ja, früher, als die Welt noch fortschrittlich war. „Zeit der Wunder“ nennt man das jetzt. Diese Leute ernähren sich von dem Inhalt der Dosen, die sie in den Autos finden, die vor dem Flughafen geparkt sind. Diese Autos braucht niemand mehr, denn Benzin wird nicht mehr verkauft. Wer sollte denn auch Öl fördern und es in andere Länder importieren?  Es gibt auch keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr.

Einer der Menschen auf diesem Flughafen ist Clark. Er war mit Arthur befreundet, und er hat ein Museum eingerichtet, in dem er Dinge zeigt, die man während der „Zeit der Wunder“ benutzte. Smartphones zum Beispiel.

Andere Menschen wandern herum. Beispielsweise Kirsten. Als Arthur starb, war sie ein Kind. Sie hat ihn bewundert, sie war mit ihm befreundet. Er schenkte ihr zwei Comicbände, die seine zweite Frau Miranda entworfen und gezeichnet hatte.

Nun wandert Kirsten mit einer Gruppe von Leuten durch Kanada. Sie nennen sich „die Symphonie“, weil sie Instrumente spielen können. Weiterhin führen sie Theaterstücke auf, wenn sie Leute treffen, die Theatervorführungen sehen wollen.

Auch Jeevan, der Krankenpfleger, der versucht hatte, bei Arthur erste Hilfe zu leisten, nachdem dieser auf der Bühne im Elgin-Theater zusammengebrochen war, ist einer der Überlebenden. Er übt viele Tätigkeiten aus, die einst Ärzte ausübten. Er hat viel auf diesem Gebiet gelernt und Erfahrungen damit. Denn praktizierende Ärzte und Krankenhäuser gibt es nicht mehr.

Man erfährt noch von anderen Leuten, die überlebt haben. Einige von ihnen hatten irgendeine Beziehung zum verstorbenen Schauspieler Arthur Leander. Beispielsweise sein Sohn Tyler. Der Roman wechselt zwischen Gegenwarts- und Vergangenheitsschilderungen.

Die Zeitrechnung unter den Überlebenden ist übrigens eine andere als die, die wir kennen. Da die Pandemie – also der Tod vieler Menschen durch die Georgische Grippe – ein sehr einschneidendes Ereignis in der Welt war, ist das Jahr, in dem sie stattfand, das Jahr 0. Ein Jahr später, wird „Jahr eins“ genannt, darauf folgt das „Jahr zwei“ und so weiter.

 

Meine Leseerfahrung

Normalerweise lese ich weder Fantasy, noch Science Fiction. Ausnahmen gibt es natürlich. So habe ich die „Herr-der-Ringe“-Trilogie gelesen und auch sechs Bände von Harry Potter.

Im September 2015 wurde das Buch „Das Licht der letzten Tage“ in einigen Buchhandlungen stark beworben. Auf dem Rückseitentext fesselten mich die Worte „schrecklich zart und tragisch schön“, und deswegen kaufte ich das Buch.

Es ist ein oftmals düsteres Buch. Es stimmt traurig und nachdenklich. Dennoch konnte mich die Lektüre auch packen und manchmal sogar faszinieren. Die meisten der geschilderten Charaktere fand ich sympathisch, und ich wollte wissen, was mit ihnen im Laufe des Buches passieren wird. Deswegen habe ich das Buch zu Ende gelesen.

Es war leicht und schnell zu lesen. Die Autorin springt zwischen Szenen aus der Vergangenheit und der Gegenwart in dieser trostlosen Welt, in der so viele Leute nicht mehr am Leben sind, hin und her. Die Beschreibungen von Charakteren und Landschaft sind fesselnd – ich konnte mir alles, auch wenn es zum Glück so in der Realität nie passiert ist, sehr gut vorstellen.

Arthur Leander ist ein Symbol für eine Welt voller Wunder, die einst existierte. Hauptpersonen in dem Buch sind Menschen, die in ihrem Leben mit ihm zu tun hatten. Einige von ihnen haben die Georgische Grippe überlebt – sie wandern durch die Welt so wie Kirsten. Oder sie wohnen in einem ehemaligen Flughafen wie Clark. Jeder versucht, mit der Situation, in der sie oder er steckt, fertig zu werden. Die Welt ist trostlos – aber nicht hoffnungslos. Man kann überleben, aber es gibt auch Situationen, in denen man sich mit einer Waffe – beispielsweise einem Messer – verteidigen muss.

Ein Prophet taucht immer wieder auf in der Handlung. Ich finde ihn unsympathisch. Er nimmt sich das Recht heraus, Frauen zu vergewaltigen, und seine Anhänger morden auch, wenn sie es für nötig erachten.

Der Schluss des Buches war für mich teilweise vorhersehbar, teilweise nicht. Auf jeden Fall war das Leseerlebnis sehr interessant – ich habe das Buch – im Gesamten gesehen – gern gelesen und wollte wissen, wie es weitergeht, auch wenn die Situation mancher Charaktere sehr trostlos war.

 

Mein Fazit

„Das Licht der letzten Tage“ ist ein gut zu lesender Zukunftsroman über Menschen, die eine Pandemie überlebt haben und versuchen, in einer Welt, in der es keine technischen Wunder, wie wir sie kennen, mehr gibt, weiterzuleben. Irgendwie. Die Lektüre des Buches hallt nach – sie brachte mich zum Nachdenken. Ich fragte mich schon: „Wie würde ich reagieren, wenn ich in eine solche Situation im Leben käme?“ Das Buch schockiert und rüttelt auch auf.

Deswegen würde ich das Buch auch nur erwachsenen Lesern empfehlen.

Ich bewerte es mit vier Sternen. Einen Stern habe ich wegen des Schlusses, den ich nicht als ganz „rund“ (gelungen) empfinde, abgezogen.

P.S.: Diese Rezension habe ich auch bei Ciao.de veröffentlicht. Dort bin ich unter dem Usernamen „Sydneysider47“ unterwegs.

 

 

 

 

Advertisements

{Rezension} Dornenkuss von Bettina Belitz

Hinterlasse einen Kommentar

Autor: Bettina Belitz     
Titel:  Dornenkuss
Serie: Splitterherz Trilogie – Band 3 
Verlag: script 5      
Erschienen am: Novemeber 2011    
ISBN-10: 3839001234
ISBN-13: 978-3839001233  
Seitenzahl: 812  
Ausgabe: Gebunden
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 16 – 15 Jahre   
Preis: 19,99 €

Elisabeth Sturm hat am eigenen Leib erfahren, welche Gier, welche zerstörerische Kraft und welches Grauen in der Welt der Mahre lauern – und doch hält sie an ihrer Liebe zu Colin fest. Erschöpft und bis ins Mark verletzt, fürchtet und ersehnt sie den Tag, an dem er zurückkehrt und sie sich auf die Jagd nach Tessa machen, der uralten Mahrin, die ihr Glück bedroht. In Italien hoffen sie, Tessa auf die Spur zu kommen und Hinweise auf Ellies verschollenen Vater zu erhalten. Fast gegen ihren Willen findet Ellie in der Hitze, dem Meer und der Kargheit des Landes die Ruhe, nach der sie sich seit Monaten sehnt, und dankbar gibt sie sich diesem neuen, freien Leben hin. Als von unerwarteter Seite ein Verbündeter auftaucht, scheinen die Antworten auf Ellies Fragen plötzlich greifbar. Aber je tiefer sie in das Geheimnis der Mahre eindringt, desto größer werden Ellies Zweifel: Ist selbst ihre Liebe nicht stark genug, um gegen Colins Hunger zu bestehen? Mit der romantischen Liebesgeschichte von Elli und ihrem träumeverzehrenden Nachtmahr Colin gelang Bettina Belitz ein grandioses Debüt. Die Splitterherz-Trilogie ist All-Age Lesefutter vom Feinsten. Für alle, die gerne Paranormal Romances lesen, ein Muss. „Dornenkuss“ ist der dritte Band einer Trilogie. Die beiden Vorgängertitel lauten „Splitterherz“ und „Scherbenmond“. Mehr zu Buch und Autorin unter: http://www.dornenkuss.com

Lange ist es her, dass ich Band 1 & 2 der Trilogie gelesen habe, aber nun endlich wollte ich diese beenden und habe mich an das über 800 Seiten starke Werk getraut.
ich sollte nicht wirklich enttäuscht werden.

Band 3 geht da weiter, wo Band 2 aufgehört hat.
Ellie ist wieder zu Hause, völlig fertig und mit den Gefühlen am Ende, denn sie darf keine liebenden Gefühle zu Colin aufbringen um Tessa nicht auf den Plan zu rufen – vorzeitig zumindest nicht.
Elli hat beschlossen nach Italien zu gehen und Tessa zu vernichten, damit sie endlich mit Colin glücklich sein kann.
Mit dabei ihr bester Freund Tillmann, ihr Bruder Paul und dessen Freundin. Dabei sind die Vier nicht immer einer Meinung, denn ausserdem wollen sie auch noch Ellis und Pauls Vater finden, der ebenfalls in Italien ist – er gilt als verschollen.

Mit der Geschichte selbst hatte ich keinerlei Probleme. Obwohl das letzte Buch schon recht lange her ist, habe ich sofort wieder reingefunden. Im Grunde lies diese sich auch sehr gut lesen, ich war nur manches mal nicht so richtig in der Stimmung dafür, vielleicht hatte das Buch deswegen ein paar Längen für mich. Aber der Schreibstil war toll: erwachsen, flüssig und manches mal mystisch und dunkel.

Die Protagonisten fand ich ebenfalls sehr gut – einfach richtig passend. Ellie mochte ich eh von Anfang an, Colin blieb manches mal in diesem Band etwas unscheinbar, denn nun trat ein neuer Charakter auf.
Auch die anderen Charaktere blieben in diesem band ein wenig farblos, einzig Tillmann hat hier wirklich richtig geglänzt. War er bereits in band 2 schon um Welten besser, so war er hier zum einzig wahren Helden mutiert und mir sehr sympathisch!

Am Ende war ich wirklich versöhnt mit der Geschichte, die wie ich fand im Mittelteil seine Längen hatte, die man sicherlich kürzer hätte auf den Punkt bringen können. Aber das Ende lässt keine Fragen offen und ich bin froh, dass ich die Trilogie beenden konnte.

{Rezension} Mystic City Band 1 – Das gefangene Herz von Theo Lawrence

Hinterlasse einen Kommentar

Autor: Theo Lawrence   
Titel: Das gefangene Herz
Serie: Mystic City – Band 1
Verlag: Ravensburger Buchverlag 
Erschienen am: 1.Mai 2013    
ISBN-10: 3473400998 
ISBN-13: 978-3473400997 
Seitenzahl: 416
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre   
Ausgabe: Gebundene Ausgabe
Preis: 16,99 €

Aria Rose hat mit einem Schlag ihr Gedächtnis verloren. Als sie dann auch noch den gut aussehenden Hunter trifft, ist ihre Verwirrung vollkommen. Auf mysteriöse Weise fühlt sie sich zu ihm hingezogen, doch diese Liebe darf nicht sein. Denn Hunter gehört zu den Mystikern, einer Rebellengruppe mit magischen Fähigkeiten. Sie werden von Arias Familie von jeher unterdrückt. Kaum gibt Aria sich ihren verbotenen Gefühlen hin, entbrennt ein erbitterter Machtkampf in der Stadt und eine dunkle Erinnerung kehrt zurück …

Aria Rose ist sich nicht mehr sicher. Sie feiert eine Verlobungsparty, kennt aber ihren Verlobten nicht mehr. Sie leidet unter einem Gedächtnisverlust nach Einnahme einer Überdosis Drogen.
Als sie auf Thomas, ihren Verlobten trifft, kann sie sich immer noch nicht an ihn erinnern.
Aria und Thomas gehören zu den Menschen, welche regieren, die Macht haben.
Die Stadt wurde vor Jahren wegen eines erhöhten Wasserspiegels umgebaut und nun leben eben diese Menschen hoch oben in den Horsten.
Die Armen und Mystiker wohnen unten in der Tiefe. Und genau dahin zieht es Aria. Und sie lernt den geheimnisvollen Hunter kennen.
Plötzlich fängt sie an, alles zu hinterfragen, was ihr ihre Eltern erzählen. Warum hat sie wirklich diesen Gedächtnisverlust? Und was war davor?

Der Autor hat hier eine sehr düstere Welt erschaffen, finde ich. Aber was für ein toller Einstieg in eine (wiedermal) neue Trilogie. Gleich zu Beginn war ich begeistert und konnte das Buch, welches mir durch Zufall in die Hände fiel, kaum aus eben diesen legen. In jeder freien Minute musste ich lesen, weil ich wissen wollte, wie es weiter geht. Und auch als das Buch zu Ende war, war ich noch ganz begeistert.

Mir gefällt die Idee, die Charaktere fand ich wirklich überzeugend, und es gab so manchen Wendepunkt. Wem kann man trauen? wer entpuppt sich als Verräter?

Das gefangene Herz ist ein glungener Auftakt. Der Autor hat uns hier in eine Zukunftsversion eines überschwemmten New Yorks entführt, mit einigen fantastischen Elementen, wie zum beispiel die Mystiker. Die mich wirklich sehr fasziniert haben.
Ein tolles Leseerlebnis, was wirklich neugierig auf die kommenden Teile macht!

{Rezension} Die Bestimmung von Veronica Roth

Hinterlasse einen Kommentar

Autor: Veronica Roth
Titel:  Die Bestimmung
Originaltitel: Divergent
Serie: Divergent – Band 1   
Verlag: cbt
Erschienen am: 19.März 2012     
ISBN-10: 3570161315 
ISBN-13: 978-35701613159    
Seitenzahl: 480    
Ausgabe: Gebunden 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren  
Preis: 17,99 €

Was ist deine Bestimmung?

Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen …
Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.
Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.
Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…

 Schon länger liegt das Buch bei mir auf dem SUB und nun wollte ich es doch lesen, weil ich neugierig war, und weil es nun auch verfilmt wurde. Auf vielen Blogs wurde das Buch hoch gelobt, also wollte ich mir nun endlich auch selbst ein Bild davon machen.

Und was ich gelesen habe, hat mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt. In letzter Zeit hatte ich immer wieder Dystopien, wo ich mir dachte, ich bin vielleicht zu alt für das Genre, aber Die Bestimmung hat das wieder relativiert, denn von der ersten Seite an war ich durchaus begeistert.

Zur eigentlichen Geschichte möchte ich gar nichgt mehr so viel sagen, denn das ist in unzähligen Rezensionen bereits geschehen, und auch der Klappentext ist aussagekräftig genug.

Mir hat die Idee der fünf Fraktionen gefallen, und die immer wieder auftauchenden Unbestimmten. Was ist eine Unbestimmte? Wieso soll Beatrice (Tris) niemanden verraten, dass sie eine Unbestimmte ist? Wieso ist das gefährlich? 
Bald soll sie es herausfinden. Genauso, wie eibn paar weitere Geheimnisse, seitens ihrer Faimilie und seitens der verschiedenen Fraktionen.
Kann man einen Menschen so einteilen, wie die Fraktionen verteilt sind?

Die Story ist ein sich selbst finden von Tris, wer sie ist, warum sie so ist, und kann man jeden Menschen in eine bestimmte Schublade stecken!?
Sie wirkt im Buch das einemal stark, dann wieder total naiv, oder weiss selbst nicht, was sie will. Aber ich denke, das gehört einfach dazu, sie ist 16 und von sich selbst noch nicht wirklich überzeugt. Ich mochte sie als Charakter, ist sie doch nicht so abgestumpft, wie andere Protagonisten, die sofort mit ihrer nicht so tollen Umgebung sofort zurecht kommen. Das machte sie mir ehrlich.

Auch Four mochte ich sofort. Er war einfach ein so toller Charakter, auch von der Autorin selbst sehr schön beschrieben und herausgearbeitet. Seine eigene Geschichte wurde ebenfalls zu Teilen erzählt, die einen doch sehr berührt hat.

Aber auch die „bösen“ Protagonisten wie Eric oder Peter haben mir gut gefallen, weil sie einfach zur Story gehörten! Sie waren so herrlich böse dargestellt, eine jede gute Geschichte braucht nun mal Bösewichte.

Am Ende wurde ich zurück gelassen mit der Frage: Und wie geht es nun weiter?
Am liebsten wollte ich sofort weiter lesen, denn das Ende hat so viel offen gelassen. Nun habe ich mir die anderen beiden Bände bestellt – das ist der Vorteil, das Buch spät zu lesen, es gibt bereits die Fortsetzungen und ich muss nicht allzu lange darauf warten.

Für mich auf jeden Fall endlich mal wieder eine Dystopie, die mich überzeugen konnte!
Prädikat: Lesenswert!



{Rezension} Maddie – Der Widerstand geht weiter

Hinterlasse einen Kommentar

Autor: Katie Kacvinsky
Titel:  Maddie – Der Widerstand geht weiter
Originaltitel: Middle Ground
Serie: Maddie Freeman – Band 2
Verlag: Boje / Bastei Lübbe
Erschienen am: 15. Februar 2013
ISBN-10: 3414823381
ISBN-13: 978-3414823380
Seitenzahl: 384
Ausgabe: gebundene Ausgabe
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Preis: 15,99 €

Auch nachdem Maddie bei ihrem Bruder in L.A. eingezogen ist, setzt sie ihren Kampf fort. Gemeinsam mit Justin hilft sie Jugendlichen, die der Digital School den Rücken kehren wollen. Doch dann wird Maddie geschnappt und von der Polizei in eine Jugendstrafanstalt gesteckt. Hier werden alle inhaftiert, die sich gegen das System stellen. Isolationshaft und Gehirnwäsche sind im Gefängnis an der Tagesordnung und der Wille der meisten Insassen wird innerhalb kürzester Zeit gebrochen. Maddie ist lange standhaft! Doch die Haftbedingungen zermürben auch sie und schließlich ist sie kurz davor, aufzugeben. Wie soll sie alleine im Gefängnis gegen die übermächtig erscheinenden Gegner bestehen? Erst als der junge Aufseher Gabe ihr zu verstehen gibt, dass er auf ihrer Seite steht, schöpft Maddie neue Hoffnung. Aber um das System zu besiegen, muss sie sehr weit gehen …

Dieser zweite Band schliesst nahtlos an den ersten an. Es ist zwar eine Weile her, dass ich diesen gelesen habe, aber ich bin recht schnell wieder in die Geschichte gekommen und war erschreckt von der Story.

Maddie lebt nun bei ihrem Bruder in L.A., aber von den hat sie nicht viel, da er sich nur in der virtuellen Welt bewegt, wie fast alle in Maddies Zeit. Ein Grund mehr für Maddie weiter zu rebellieren.
Eines Tages aber wird es doch zuviel und maddie wird erwischt und in ein Umerziehungscamp gesteckt.
Dort soll ihr die virtuelle Welt regelrecht wieder anerzogen werden und was Maddie da erlebt ist wirklich die Hölle! Ich war erschrocken über die Art und Weise und was aus rebellierenden Teenagern dort gemacht wird.

Die Thematik des Buches ist toll! Wie weit sind wir mit der digitalen Welt wirklich schon verknüpft? Würde man selbst es tagelang ohne digitale Welt aushalten? Wenn man das Buch gelesen hat, möchte man am liebsten Handy und PC ausmachen, raus laufen und raus schreien: ich lebe!
Mir hat es wirklich sehr gut gefallen. Auch wenn die Spannung nicht ganz so hoch war, und einiges voraussehbar, ist dieser zweite band doch wirklich lesenswert und ich bin schon jetzt auf Band 3 gespannt.

Auch wurde die Liebesgeschichte von maddie und Justin nicht vernachlässig, aber sie stand auch nicht ständig im Vordergrund. War für mich wichtig, denn ich wollte hier keinen Liebesroman haben. Ich denke, mehr hätte auch nicht gepasst.

Perfekt Fortsetzung, mit ein paar Schwachstellen, aber das Buch trotzdem lesenswert und empfehlenswert macht.

Noch einmal ganz lieben dank an den Lübbe verlag, wo ich dieses Buch gewonnen habe:

Gewinn

 

{Rezension} BETA von Rachel Cohn

Hinterlasse einen Kommentar

Autor: Rachel Cohn
Titel:  BETA
Originattitel: BETA 1
Serie: ANANDA Series – Band 1
Verlag: Cbt
Erschienen am: (25. Februar 2013
ISBN-10:  3570161641
ISBN-13: 978- 3570161647
Seitenzahl: 416
Ausgabe: Gebundene Ausgabe
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
Preis: 17,99 €

Sie hat, was sie nicht haben soll: Gefühle …

Elysia ist eine Beta, ein geklonter Teenager, und sie lebt als Dienerin der Menschen auf der paradiesischen Insel Demesne. Ihr einziges Ziel ist es, ihren »Eltern« zu gefallen – bis sie entdeckt, dass nichts so ist, wie es zu sein scheint. Die heile Welt auf der Insel wird von Klonen gestört, die Gefühle und eine eigene Meinung haben, sogenannten defekten Klonen. Und dann entdeckt Elysia, dass auch sie Gefühle hat. Sie verliebt sich und hat Erinnerungen an ihre First, den Menschen, von dem sie geklont wurde und der längst tot sein muss. Ist sie selbst defekt? Dies würde ihren Tod bedeuten, doch Elysia ist bereit zu kämpfen, für ihre Freiheit und für ihre Liebe zu dem geheimnisvollen Tahir …

Elysia ist ein Klon – geschaffen um den Menschen zu dienen.

Ich muss sagen, das ist gruselig, wenn man denkt, es sollte wirklich mal soweit sein, dass Menschen geklont werden können und es auch getan wird. Die Klone werden regelrecht gehalten und sollten keine Gefühle haben. Erschreckend wie Menschen mit ihnen umgehen, wie sie sie behandeln, sie sind eben nur Ware. Aber scheinbar gibt es doch Klone mit Gefühlen, Gecshmack und ähnlichen. Aber sind sie deswegen wirklich defekt?

Ich fand diesen Jugendroman wieder sehr schön, super geschrieben und man hat mit Elysia mitgelitten. Sie wollte es den Menschen so gerne recht machen und ja nicht auffallen.

Das Buch plätschert so dahin, lässt sich aber recht gut lesen. Und dann am Schluss überschlagen sich die Dinge. Jede Menge passiert und fast alles gleichzeitig. So viel Spannung hätte ruhig schon eher kommen können.

Jedoch bleiben die Charaktere etwas unscheinbar. Es wird aus Elysias Sicht erzählt und sehr viel über sie und ihre Gefühle. Charaktere wie auch Tahir bleiben irgendwie auf der Strecke, alles ziemlich oberflächlich. So auch die Beziehung von Elysia und Tahir – recht oberflächlich.

Trotz Schwachstellen ein schönes Buch, und der Auftakt zu einer 4teiligen Reihe ( was ich allerdings erst später bemerkte). Ich hoffe auf einen Spannungsanstieg in Band 2, es waren so viele Fragen offen geblieben am Ende des Buches und ausserdem mit einem fiesen Cliffhanger geendet.

Band zwei soll in Planung sein – man darf gespannt sein, ob dann das volle Potenzial der Geschichte ausgeschöpft wird!

Rachel Cohn

Rachel Cohn ist seit Jahren eine renommierte Autorin für Jugendbücher und hat bereits zahlreiche erfolgreiche Romane veröffentlicht. Unter anderem schrieb sie gemeinsam mit David Levithan „Nick & Norah – Soundtrack einer Nacht“ (nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis). Sie hat keine Hobbies, es sei denn, man zählt die Suche nach dem perfekten Cappuccino darunter. Und sie verbringt viel Zeit damit, ihre Musiksammlung und ihre Bücher zu sortieren, oder mit ihren beiden Katzen Bunk und McNulty herumzuhängen.

 

{Rezension} Die Auswahl – Cassia und Ky Band 1 von Ally Condie

Hinterlasse einen Kommentar

Autor: Ally Condie
Titel: Die Auswahl
Originaltitel: Matched  
Serie: Cassia & Ky – Band 1
Verlag: Fischer FJB  
Erschienen: 26.Januar 2011
ISBN-10: 3841421199   
ISBN-13: 978-3841421197
Seiten: 464 Seiten  
Einband: Gebundene Ausgabe
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Preis: 9,99 Euro

Der neue Megaseller aus den USA: spannend, beklemmend und hochemotional Cassia & Ky: Die Auswahl.
Das System sagt, wen du lieben sollst was sagt dein Herz?
„Ich stehe da und starre auf den Bildschirm und während die Sekunden verrinnen, kann ich nichts anderes tun, als stillzuhalten und zu lächeln. Um mich herum begannen die Leute zu tuscheln. Mein Herz klopft stärker denn je. Der Bildschirm ist und bleibt dunkel. Das kann nur Eines bedeuten …“
Für die 17-jährige Cassia ist heute der wichtigste Tag ihres Leben: Sie erfährt, wen sie mit 21 heiraten wird. Doch das Ergebnis überrascht alle: Xander, Cassias bester Freund, ist als ihr Partner vom System ausgewählt worden. Als jedoch, offenbar wegen eines technischen Defekts, das Bild eines anderen Jungen auf dem feierlich überreichten Microchip auftaucht, wird Cassia misstrauisch. Kann das System wirklich entscheiden, wen sie lieben soll?

 

Ich habe mich so auf das Buch gefreut – und dann? Entäuschung!
Anders kann ich es nicht benennen, ich scheine hier aus dem allgemeinen Raster und der Stimmung für das Buch total rauszufallen, und trotzdem: Ich bin überhaupt nicht so begeistert, wie ich bisher alle Rezensenten gelesen habe.

Die 17jährige Cassia lebt in einer Gesellschaft, wo sie nichts selbst bestimmen kann. Es wird ihrvorgegeben, was und wieviel sie zu essen hat, wann sie ihre Freizeit gestalten darf und da auch nur mit vorgegebenen Freizeitaktivitäten und sogar ihr Partner wird ihr vorbestimmt.

Als ihr Großvater stirbt und er merkwürdige Andeutungen macht, fängt Cassia an über das System nachzudenken. Auch als sie Ky näher kennenlernt, fragt sie sich öfters, ob es das richtige System in der Gesellschaft ist.

Die Geschichte ist toll und die Grundlagen dafür gefallen mir wirklich gut, allerdings hadere ich mit der Ausführung: Die Geschichte der Gesellschaft wird nur am Rande erzählt, da hätte mich mehr interessiert, wie ist es dazu gekommen etc.
Die Liebesgeschichte zwischen Cassia und Ky tändelt so vor sich hin und mir fehlt bei den Charakteren einfach die Tiefe – ich konnte mich kaum richtig mit den Protagonisten anfreunden, sie gingen mir einfach nicht unter die Haut.

Aus dieser Geschichte hätte die Autorin was richtig tolles herausholen können, aber durch eine langweilige Sprache und wenig Tiefgang in der Geschichte und bei den Protagonisten bin ich versucht, diese Trilogie nach dem ersten Band abzubrechen.

Vielleicht habe ich aber auch zu viel erwartet? Nach den durch und durch positiven Rezensionen und dem ganzen Hype um die Trilogie waren meine Erwartungen vielleicht auch zu groß?

Von mir bekommt dieser Auftakt zur Trilogie nur 3 Bücher

Older Entries