(Rezi von Adelheid) F. Scott Fitzgerald: Der große Gatsby

Hinterlasse einen Kommentar

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wer an einem Literaturkreis teilnimmt und darin über Literatur aus den USA spricht, kommt an dem Buch

Der große Gatsby

von F. Scott Fitzgerald

nicht vorbei.

Das Buch ist ein Meilenstein der US-amerikanischen Literatur. Es wurde mit Leonardo di Caprio verfilmt.

Ich habe das Buch gelesen. Was ich davon halte, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zu dem Buch „Der große Gatsby“

Verlag: dtv

Seitenzahl: 256 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3423139878

Am 10. April 1925 erschien das Buch unter dem Titel „The Great Gatsby“ erstmals in den USA.

Auch in Deutschland ist es erschienen – zuletzt 2011 in einer neuen Übersetzung von Lutz W. Wolff. Genau diese Übersetzung liegt mir vor. Man kann sie als dtv-Taschenbuch kaufen.

 

 

Über den Autor F. Scott Fitzgeral

F. Scott Fitzgerald, geboren am 24. September 1896 in St. Paul, Minnesota, war ein US-amerikanischer Autor. Er begann ein Studium, das er jedoch nicht vollendete, weil er seinen Traum, vom Schreiben leben zu können, realisieren wollte. 1920 erschien sein erster Roman ‚Diesseits vom Paradies‘. Und weil dieser Roman erschien, konnte er seine große Liebe Zelda heiraten. Mit ihr zusammen hatte er eine Tochter.

Immer wieder veröffentlichte er Romane und Kurzgeschichten. Das Geld, das er dadurch verdiente, ermöglichte ihm einige Reisen. So traf er während einer Reise nach Frankreich Ernest Hemingway. Dort vollendete er auch 1925 sein berühmtestes Werk ‚Der große Gatsby‘. Zu F. Scott Fitzgeralds Lebzeiten war dieses Buch jedoch kein Erfolg. Auch seine späteren Werke verkauften sich nicht gut, Fitzgerald wurde alkoholabhängig und litt an Depressionen. Von 1937 an war er als Drehbuchschreiber in Hollywood tätig. Dort verstarb er am 21. Dezember 1940.

 

 

Worum geht es in dem Buch?

Nick Carraway ist der Ich-Erzähler in dieser Novelle. Er ist ein so genannter „involvierter Beobachter“. Er beobachtet seinen Nachbarn Jay Gatsby, seine Cousine Daisy und so weiter. Er kann sich nicht wehren, in die Geschehnisse rund um Gatsby und Daisy mit einbezogen zu werden.

Jay Gatsby ist ein geheimnisumwitterter Millionär. Er war reich, kam aus Montana, es gab viele Gerüchte über ihn. In Wirklichkeit hieß er „Gats“ – den Namen „Gatsby“ hat er sich zugelegt.

Ein Mann, namens Cody, nahm Gatsby mit auf sein Boot. Gatsby hatte keine Freunde, aber er hatte sich in Daisy verliebt und gab Partys, damit Daisy zu ihm hinüberkommt.

Und obwohl Gatsby Partys gibt, ist er einsam. Die Einsamkeit ist ein zentrales Motiv in dieser Novelle.

Zum Schluss gibt es einen „Showdown“ – einen Höhepunkt. Mehr will ich nicht verraten.

 

Meine Meinung:

Manche Klassiker haben die Eigenschaft, dass sie langatmig sind. Auch dieses Buch hier hat seine Längen.

Ich habe es aber gelesen, weil ich es lesen wollte.

Und die Interpretationen/Besprechungen im Literaturkreis trugen dazu bei, dass ich das Buch mag und empfehlen kann.

Gatsby ist ein gebrochener Held. Er ist kein klarer Charakter. Er verkörpert den „amerikanischen Traum“.

Als Leser erfahren wir häppchenweise Eigenschaften über ihn. Er trägt beispielsweise einen rosafarbenen Anzug. Und – obwohl er Partys gab – war und blieb er ein „einsamer Wolf“.

Nick Carraway bleibt lange Zeit eine Nebenfigur, allerdings avanciert er später zu einem Hauptcharakter. Und als dieser ist er bewundernswert – denn er setzt sich für etwas ein, er kämpft um etwas, was ich nicht verraten will. Denn sonst würde ich spoilern.

„Einsamkeit“ und „Daseinsleere“ sind wichtige Eigenschaften aller Figuren, die in dieser Novelle vorkommen.

Es gibt Symbole in dieser Novelle – beispielsweise „das grüne Licht“, das Hoffnung bedeutet. Die Farbe „grün“ steht hier für Gatsbysk Sehnsucht nach Liebe – also Sehnsucht nach Daisy.

In der Physik kennt man eine „grüne Kante“. Und in Romanen von Jules Verne gibt es ein „grünes Leuchten“.

Diese Novelle spiegelt sehr gut die 1920er-Jahre in den USA wieder („Roaring Twenties“). Einsamkeit ist ein Kennzeichen der Moderne, der Zeit, in der diese Novelle spielt. Der Jazz spielte eine große Rolle, neue Tänze kamen auf – beispielsweise der „Charleston“.

Die Frauen begannen, sich auf einmal zu schminken.

Auf einmal rauchte man und trank Alkohol in der Öffentlichkeit – auch hochprozentigen. Auch Bandenkriminalität trat plötzlich auf.

Verrat und Klassenunterschiede waren Themen während dieser Zeit. Der Kapitalismus unterspielte Traditionen.

 

Mein Fazit:

„Der große Gatsby“ ist ein wichtiges Buch, ein Klassiker, der unbedingt zur Weltliteratur zählt. Man erfährt viel über das Lebensgefühl der 1920er-Jahre in den USA.

Für mich hatte das Buch einige Längen – deswegen bekommt es nur vier von fünf Sternen. Aber das ist immer noch gut.

Diese Neuauflage von 2011 ist aber unbedingt empfehlenswert. Sie enthält eine Interpretation des Werkes sowie einen ausführlichen Lebenslauf des Autors.

Advertisements

(Rezi von Adelheid) Catherine Shepherd: Krähenmutter

Hinterlasse einen Kommentar

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

manchmal lese ich zwei bis drei Bücher gleichzeitig. So habe ich auch das Buch

„Krähenmutter“ der deutschen Autorin Catherine Shepherd

gleichzeitig mit zwei anderen Büchern gelesen. Soll man das tun? Manchmal tut man das, wenn man unter Zeitdruck ist.

Das Buch „Krähenmutter“ wird mich bald verlassen – denn ich werde es, im Rahmen eines Büchertausches, am 26.11. an eine andere Leserin schicken. Aber: das Buch wird gelesen – es wurde bereits von mir gelesen, und die Dame, die sich jetzt dafür interessiert, wird es auch lesen. Es ist doch schön, wenn ein Buch gelesen wird!

 

Kurzinformationen zu dem Buch „Krähenmutter“:

Erscheinungsdatum: 4. Oktober 2016

Verlag: Piper

ISBN-Nummer: 978-3492309653

Seitenzahl: 288 Seiten

Das Buch ist als Taschenbuch zu 9,99 Euro erschienen. Unterdessen kann man das Buch auch preisgünstiger bekommen. Ich habe es vom „Wühltisch“ in einer Bahnhofsbuchhandlung für 3,50 Euro gekauft.

 

Über die Autorin:

Catherine Shepherd ist das Pseudonym einer deutschen Autorin aus Zons am Rhein. Sie ist Jahrgang 1972, hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Gießen studiert und nach Ihrem Abschluss als Diplom-Ökonomin in einer Düsseldorfer Bank gearbeitet.

Seit einigen Jahren schreibt sie erfolgreich Kriminalromane und hat damit bereits eine große Leserschaft erreicht.

 

Leseprobe:

Leseproben kann man auf einigen Buchhändlerseiten im Internet bekommen, auch bei Amazon.de

 

Worum geht es in dem Buch?

Henri Nussbaum ist sechs Monate alt und Sohn eines einflussreichen Unternehmers. Als seine Mutter mit ihm beim Einkaufen weilt und einen Moment unaufmerksam ist,  wird er aus einem Supermarkt entführt. Spezialermittlerin Laura Kern steht vor einem Rätsel, denn es gibt keine Lösegeldforderung.

Weitere Babys verschwinden spurlos. Laura und ihr Kollege Max sind ratlos. Auch ein Serienmörder, der Berliner Pärchenmörder, hält sie auf Trab. Laura Kern hat noch ein eigenes Kindheitstrauma zu bewältigen, aber als Ermittlerin will sie ihr Bestes geben. Laura und Max machen sich auf die Suche. Nicht einfach – vor allem, wenn man nicht weiß, wo man suchen soll.

 

Meine Meinung:

Der Roman fängt gleich interessant an. Henri Nussbaum verschwindet.

Wer aber jetzt denkt, dass sich das Buch um seine Mutter dreht und ihren Mann (der sie übrigens betrügt), der irrt. Diese Familie ist nur eine Randerscheinung, es sind Nebenfiguren. Die Autorin spart die Gefühle von Menschen, die ihr Baby vermissen, fast aus. Wichtiger sind ihr die Ereignisse rund um die Ermittlerin Laura Kern. Die Frau ist klasse und sympathisch. Ich finde es gut, über sie zu lesen. Allerdings ist das Buch oft nicht spannend – es interessant. Aber es ist vermessen, es als Thriller zu bezeichnen, da es keine Pageturner ist.

Der Schluss hat mich stellenweise erstaunt, denn man rechnet mit gewissen „Tatsachen“ einfach nicht. Aber das spricht für das Buch.

Lange dachte ich, dass man das Buch bedenkenlos Menschen empfehlen kann, die keine blutigen Krimis mögen. Diese Empfehlung hat sich jedoch gegen Schluss des Buches zerschlagen – da gibt es eine blutige Szene. Mehr will ich aber nicht verraten.

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen. Die Tatsache, dass ich es nicht als „Thriller“ empfinde, kostet einen Stern.

Ich vergebe also vier von fünf Sternen und werde das Buch am 26.11.2018 an eine andere Leserin schicken.

(Rezi von Adelheid) John Stickl: Gott, die Wolke und ich

Hinterlasse einen Kommentar

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

folgendes Buch habe ich zu Ende gelesen:

„Gott, die Wolke und ich“ des US-amerikanischen Autors John Stickl.

Wie man richtig vermutet, handelt es sich hierbei um ein christliches Buch. Wie es mir gefallen hat, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zu diesem Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 30. Juli 2018

ISBN-Nummer: 978-3765506925

Verlag: Brunnen-Verlag

Seitenzahl: 240 Seiten

Das Buch ist in der deutschen Ausgabe als Hardcover-Buch erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 18 Euro.

 

Über den Autor:

John Stickl ist ein US-amerikanischer Autor, der Pastor einer Gemeinde ist. In dem Buch „Gott, die Wolke und ich“ schildert er einige seiner Erfahrungen und gibt Ratschläge und Tipps über ein Leben mit Gott.

 

Leseprobe:

Kostenlose Leseproben gibt es einige im Internet. Beispielsweise auf der Verlagsseite www.brunnen-verlag.de. Einfach nach dem Buch suchen. Auf der Seite, auf der das Buch vorgestellt wird, gibt es auch die Option „Leseproben“.

 

Worum geht es in dem Buch?

John Stickl hat ein Erfahrungsbuch mit Tipps, wie man als Christ ein erfülltes Leben leben kann, geschrieben. Dabei präsentiert er dem Leser die Vorstellung, Gott als Wolke zu sehen. Eine Wolke, die Christen vorangeht und sie leitet.

Gott als Wolke, dieses Symbol kenne ich auch aus der Bibel, aus dem Alten Testament. Gott ging dem Volk Israel als Wolke voran, als er es aus Ägypten in das verheißene Land führte.

Laut John Stickl ist es wichtig, dass wir als Christen, die Jesus nachfolgen, unsere Identität kennen. Nicht so, wie wir uns sehen, sieht uns Gott. Gott sieht uns anders – und Er bestimmt, wer wir sind.

Wichtig ist auch unsere Beziehung zu Gott. Diese leidet oft durch Hektik, durch Stress. Wenn wir lernen, unser Leben zu entschleunigen und auch einmal zur Ruhe zu kommen, werden wir mehr und mehr lernen, Gottes Stimme zu hören. Wenn wir unsere wahre Identität als Christen kennen und in einer innigen Beziehung zu Gott leben, also beispielsweise mit anderen Christen zusammen sind, können wir Gottes Auftrag, andere Menschen zu Gott zu führen, erfüllen.

John Stickl sagt, dass wir Wunder erleben werden, wenn wir Gott vertrauen und das Leben leben, das Er für uns vorgesehen hat. Viele Christen sind wie Schmetterlinge, die von Gott verändert werden wollen, aber irgendwann in der Veränderung stecken bleiben. Das muss nicht sein, wenn man wagt und nicht verzagt.

John Stickl untermauert seine Theorien mit vielen Beispielen aus Seinem Leben. Er schildert beispielsweise, wie er zum Pastor wurde, weil er Gottes Stimme hörte und den Weg ging, den Gott für ihn vorgesehen hatte.

 

Meine Leseerfahrung:

Das Buch ist anschaulich geschrieben, und ich habe es gern gelesen. Dabei ist es keine schnelle Lektüre, da es viele interessante Gedanken enthält, die man teilweise „sacken“ lassen muss. Gut finde ich die Beispiele aus John Stickls Leben. Bei manchen Tipps jedoch habe ich gezögert, weil ich in meinem Leben andere Erfahrungen gemacht habe – also oft Enttäuschungen erlebte, wenn ich glaubte, Gottes Stimme gehört zu haben.

John Stickl gibt mir als Leserin in seinem Buch einen „Katalog voller Voraussetzungen“, wie ich selbst erkennen kann, ob das, was ich gehört habe, wirklich Gottes Stimme war/ist oder nicht.

Ebenso die Fragen am Schluss der Kapitel geben Denkanstöße, über die man oft länger reflektieren sollte.

John Stickl bringt so viele Gedanken und Anregungen in das Buch, dass es sich lohnt, das Buch mindestens noch ein zweites Mal – oder öfter – zu lesen. Einige Gedanken kannte ich bereits, aber vieles war neu für mich. Vor allem gefällt mir der Gedanke an Gott als einer „Wolke“.

Auf jeden Fall ermutigt das Buch. Es ermutigt Christen, den Weg mit Gott zu gehen. Es ermutigt ebenfalls Christen, die irgendwie auf ihrem Weg mit Christus stecken geblieben sind, wieder herauszukommen aus ihren Problemen oder ihrer Verzagtheit oder anderen blockierenden Situationen und weiterzugehen mit Gott.

Ich fand die Lektüre sehr inspirierend und gebe diesem Buch fünf Sterne sowie eine Leseempfehlung.

(Rezi von Adelheid) Dmitry Glukhovsky: Text

Hinterlasse einen Kommentar

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vor einigen Wochen habe ich folgenden Krimi gelesen:

„Text“ des russischen Autors Dmitry Glukhovsky.

Wie mir das Buch gefallen hat, erfährt man jetzt.

 

Kurzinformationen zu dem Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 31. August 2018

Verlag:  Europa-Verlag

ISBN-Nummer: 978-3958901971

Seitenzahl: 368 Seiten

Das Buch ist in der deutschen Übersetzung als Hardcover mit Schutzumschlag erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 19,90 Euro.

 

Über den Autor:

Dmitry Glukhovsky ist ein russischer Autor, Jahrgang 1979. Er lebt in Moskau.

In  Jerusalem studierte er Internationale Beziehungen studiert und arbeitete als TV-und Radio-Journalist auch für den Fernsehsender Russia Today und die Deutsche Welle. Seine Bücher verkaufen sich in Russland sehr gut. Sein Debütroman „METRO 2033“ wurde ein Bestseller.

 

Leseprobe:

Einige Seiten des Buches kann man im Internet auf mehreren Webseiten kostenlos lesen. Beispielsweise auch auf vorablesen.de. Einfach diese Webseite aufrufen, das Buch suchen und oben links auf die Option „Leseprobe öffnen“ klicken.

 

Worum geht es in diesem Roman?

Nach einer siebenjährigen Haft in einem Straflager kommt der Russe Ilja wieder zurück nach Moskau. Erstaunt bemerkt er, dass sich während seiner Abwesenheit doch einiges verändert hat. Viele Menschen sind besser angezogen als noch vor sieben Jahren – und viele Menschen besitzen ein Smartphone.

Ilja freut sich, seine Mutter zu sehen. Deswegen reist er auch nach Lobniz, einem Ort in der Nähe von Moskau, in dem er aufgewachsen ist. Als Ilja jedoch in Lobniz ankommt, hört er, dass seine Mutter gerade vor kurzem gestorben ist. Sie ist in einem Leichenhaus, und er muss sich um ihre Beerdigung kümmern.

Er ist außer sich vor Trauer über ihren Tod. Außer ihr gibt es keinem Menschen, zu dem er gehen kann und der ihm weiterhilft. Außerdem saß er unschuldig sieben Jahre im Gefängnis, weil ihm ein Mann, namens Petja Chasin, Drogen untergejubelt hatte. Genau diesen Petja Chasin findet Ilja und bringt ihn um. Die Leiche kann er so verstecken, dass sie erst einmal niemand findet.

Von jetzt an ist Ilja auf der Flucht. Was ihm aber hilft zu überleben, ist Petjas Smartphone, das er an sich genommen hat. Aufmerksam studiert Ilja die Chats, die Petja führte. Er betrachtet Bilder, die Petja auf seinem Smartphone speicherte, er hört Sprachnachrichten ab, die Petja bekommen hat. So kann er sich etwas in den Charakter hineindenken, der Petja einmal war.

Petja schafft es, sich bei einigen Leuten als Petja auszugeben, indem er mit ihnen so chattet, wie Petja es getan hätte. Und das hilft ihm erst einmal, dass niemand nach Petja sucht…

 

Meine Meinung:

Am Anfang der Lektüre war ich sofort mittendrin in dem Buch. Ilja war mir sympathisch, er tat mir leid. Er blieb mir während der Lektüre des Buches auch sympathisch – und ich fragte mich beim Lesen, ob er nach dem Mord an Petja gefasst werden wird oder nicht.

Das Buch ist aus der auktorialen Erzählperspektive (kein Ich-Erzähler) in der Vergangenheit geschrieben und liest sich gut, wenn man sich an den ab und an schnoddrigen Schreibstil gewöhnt hat. Es gibt immer wieder umgangssprachliche Wendungen in dem Buch und viele Dialoge. Langatmig fand ich teilweise die ausführliche Darstellung einiger Chats, die Ilja liest. Seine Vermutungen, die er anstellt, um zu erfahren, welchen Stellenwert diese Chat-Partner in Petjas Leben hatten, finde ich dagegen gelungen.

Ilja ist ein tragischer Held – ihm ist etwas Schlimmes passiert, und deswegen wird er zum Mörder. Man hofft als Leser, dass er irgendwie davonkommt und nicht gefasst wird. Obwohl die Handlung immer wieder tragisch ist, schafft es der Autor, durch gewisse Formulierungen und einen ganz speziellen Humor, dass das Buch interessant bleibt und nie in allzu große Traurigkeit abdriftet.

Der Titel „Text“ ist wohl auf die Tatsache zurückzuführen, dass Ilja viele Textnachrichten auf Petjas Smartphone liest.

 

Mein Fazit:

Die Buch „Text“ des russischen Autors Dmitry Gluckhovsky bietet eine Handlung, die ich so noch nirgendwo gelesen habe. Das finde ich gut und hat mich auch bei der Lektüre gehalten. Es gab aber auch Momente, während derer mich die ausführlichen Chats, die in dem Buch immer wieder vorkommen, sehr gestört haben. Deswegen ziehe ich einen Stern ab.

Ich vergebe diesem Buch vier von fünf Sternen und empfehle es weiter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Rezi von Adelheid) Don Winslow: Vergeltung

Hinterlasse einen Kommentar

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

schon lange wollte ich ein Buch von Don Winslow lesen. Also habe ich mich an sein Werk „Vergeltung“ gewagt, das 2014 auf den Markt kam.

Ob mir das Buch gefallen hat? Lest selbst!

 

Kurze Informationen zu dem Buch „Vergeltung“ von Don Winslow:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 20. Januar 2014

Verlag: Suhrkamp-Verlag

ISBN-Nummer: 978-3518465004

Seitenzahl: 491 Seiten

Das Buch erschien zuerst in einer Ausgabe zu 14,99 Euro, ist aber jetzt als Taschenbuch zu 9,99 Euro erhältlich.

 

Über Don Winslow:

Don Winslow ist ein US-amerikanischer Autor, Jahrgang 1953.

Er schreibt Bücher zum Beispiel über den Drogenhandel und die Mafia.
Don Winslow wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Krimi Preis (International) 2011 für Tage der Toten. Für die New York Times zählt Don Winslow zu einem der ganz Großen amerikanischen Krimi-Autoren.

Don Winslow lebt mit seiner Frau und deren Sohn in Kalifornien.

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man zum Beispiel bei Amazon.de. Einfach den Titel suchen und auf die Option „Blick ins Buch“ klicken. Schon kann man einige Seiten dieses Buches kostenlos lesen.

Worum geht es?

Der Roman spielt vorwiegend in den USA. Dave ist Mitglied einer Einheit, die im Irak kämpft. Man schießt dort auf Menschen.

Dave kämpft in vielen Krisenherden weltweit. Er ist Special-Operator.

Über Weihnachten wollen seine Frau Diana und sein Sohn Jake nach Chicago fliegen. Dave kann nicht mitkommen, denn er muss arbeiten.

Auf das Flugzeug wird jedoch ein Terroranschlag verübt. Alle Passagiere sterben.

Dave ist betroffen. Auf einmal steht er ohne Familie da!

Er schwört Rache. Über Kontaktpersonen findet er heraus, dass Abdullah Aziz der Haupttäter ist. Ihn und seine Komplizen will Dave jagen. Dazu braucht er aber Geld. Deswegen versucht er, Angehörige von Opfern des Fluges zu überzeugen, ihm Geld zu geben. Viele Menschen sind zuerst skeptisch – schließlich aber meistens überzeugt. So bekommt er 280 Millionen Dollar zusammen.

Er sammelt einige mutige Männer um sich – und zusammen begeben sie sich auf Terroristenjagd. Dabei schrecken sie vor nichts zurück.

 

Meine Meinung:

Das Buch ist im Präsens aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben (also kein Ich-Erzähler). Oft ist die Handlung im Berichtstil gehalten, in kurzen, abgehackten Sätzen – aber auch sehr theatralisch. So erfährt der Leser sehr detailliert, wie Diana und Jake ums Leben kommen. Außerdem, was mit dem Flugzeug genau passiert. Man liest sogar, was mit der Asche, zu der Diana und Jake geworden sind, im Detail geschieht.

So viel Liebe zum Detail bei solch grausigen Vorkommnissen ist mir zu viel. So genau will ich das alles nicht lesen.

Die deftige Sprache mit vielen Fäkalwörtern hat mich beim Lesen ebenfalls gestört. Aber darauf muss sich ein Leser wohl einlassen, wenn er ein Buch von Don Winslow liest.

Das Buch „Vergeltung“ ist also ein Baller-Roman, in dem es hart zur Sache geht. Man bekommt mit, wie Leute sterben und wie Gebäude explodieren.

Mich hat das Buch nicht überzeugen können. Ich vergebe zwei von fünf Sternen und keine Weiterempfehlung.

 

(Rezi von Adelheid) Deb Spera: Alligatoren

Hinterlasse einen Kommentar

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am 25. September 2018 habe ich ein Konzert von „Jeff Lynne’s ELO“ in der SAP-Arena in Mannheim besucht. Ich bin mit dem Zug nach Mannheim gefahren und habe dort übernachtet.

Als Lektüre während der Zugfahrt griff ich zu

Alligatoren,

einem Buch der US-amerikanischen Autorin

Deb Spera.

Ob mir das Buch gefallen hat, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zu dem Buch „Alligatoren“ von Deb Spera:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 3. September 2018

Verlag: Harper Collins

ISBN-Nummer: 978-3959672207

Seitenzahl: 432 Seiten

Das Buch ist in der deutschen Ausgabe als Hardcover mit Schutzumschlag erschienen und kostet im Buchhandel in Deutschland 22 Euro.

 

Über die Autorin Deb Spera:

Deb Spera ist eine US-amerikanische Autorin. Sie wuchs in Louisville, Kentucky, auf. Ihre Eltern waren sehr jung als sie geboren wurde.

Zur Zeit lebt Deb Spera mit ihrer Familie in Los Angeles. Sie besitzt ein TV-Produktionsunternehmen.das erfolgreiche Fernsehserien produziert.

Auch als Autorin ist sie sehr erfolgreich, vor allem in den USA. „Alligatoren“ ist ihr erster Roman.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe ist an mehreren Stellen im Internet zu finden – beispielsweise auch bei vorablesen.de. Einfach das Buch dort aufrufen und auf die Option „Leseprobe öffnen“ klicken. Schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

Worum geht es in dem Buch?

In dem Buch gibt es drei Ich-Erzählerinnen, die alle in den 1920er-Jahren in den Vereinigten Staaten von Amerika  leben und irgendwie miteinander zu tun haben.

Gertrude ist verheiratet mit Alvin. Eine Liebesheirat war es nicht. Alvin liebt Gertrude auch nicht. Er schlägt sie – und zwar so, dass sie lange mit diesen Verletzungen zu tun hat. Er versäuft das Einkommen, mit dem er seine Familie ernähren soll, und redet schlecht über Gertrude. Sie haben vier Mädchen, um deren Wohlergehen sich Gertrude kümmert. Sie überlässt ihre Mädchen immer wieder anderen Leuten – Verwandten und Freunden -,  damit sie dort essen können.

Irgendwann hält es Gertrude nicht mehr aus und greift zu drastischen Mitteln. Anschließend sucht sie sich einen Job als Näherin bei Mrs. Annie Coles. Außerdem kann sie ein Haus mieten, in dem sie für ihre vier Mädchen sorgen will.

Annie Coles scheint nach außen hin wohlhabend zu sein – jedoch plagen sie Geldsorgen. Die letzte Baumwollernte war nicht gut – und sie hofft auf den Tabakanbau. Doch auch dieser läuft nicht so, wie erhofft.

Sie hat eine Näherei, die sie mit ihrem Sohn Lonnie betreibt. Sie stellen dort Kleidung für Damen und Herren her und hoffen auf gute Umsätze.

Doch Annie hat nicht nur geschäftliche Sorgen. Während sie mit ihren Söhnen gut auskommt, hat sie den Kontakt zu ihren Töchtern Sarah und Molly schon lange verloren. Sie weiß lange nicht mal, dass sie Enkelkinder hat.

Oretta arbeitet für Annie Coles. Sie hat afrikanischen Migrationshintergrund und ist die gute Seele dieses Haushalts. Sie ist abergläubisch, aber sehr gutherzig. Sie kümmert sich beispielsweise einige Tage lang um Gertrudes jüngste Tochter Mary und rettet dieser das Leben. Auch redet sie Gertrude ins Gewissen, als diese bei einem weiteren Problem fast ausrastet.

 

Meine Meinung:

Jede dieser Frauen war mir bei der Lektüre des Buches sympathisch oder berührte mich in ihrem Schicksal. Oretta ist eine sehr starke Frau, die ich bewundere. Sie arbeitet für Annie und versucht auch, sich um ihren Mann Odell zu kümmern, der ein Bein verloren hat. Um Mary kümmert sie sich total rührend mit allem Wissen, das ihr zur Verfügung steht. Mary erinnert sie an ihre eigene Tochter, die im Alter von acht Jahren verstorben ist.

Gertrude hielt ich zuerst für schwach, sie tat mir leid. Aber sie weiß sich zu wehren und mausert sich zur starken Persönlichkeit. Jedoch muss sie sich auch von anderen Leuten etwas sagen lassen – beispielsweise im Umgang mit ihren Töchtern. Und das ist gut so.

Auch Annie mochte ich. Sie ist eine starke Frau. Sie versucht zu überleben, Leuten eine Arbeit zu geben zu fairen Bedingungen. Dabei trifft es sie sehr, dass es mit ihrer eigenen Familie nicht zum Besten steht. Das Verhältnis zu ihren Töchtern scheint verfahren.

Man liest das Buch, um zu wissen, wie es mit diesen Frauen weitergeht. Wird es Gertrude gelingen, ihre Töchter zu ernähren? Werden Annie und ihre Familie wieder geschäftlichen Erfolg haben? Und wie geht es mit Oretta – die in dem Buch „Retta“ genannt wird – weiter? Es gibt auch lange noch weitere offene Fragen in dem Buch – beispielsweise das Verschwinden einer Person. Da will man als Leser/Leserin wissen, wie das alles endet. Deswegen liest man das Buch.

Ich habe durch dieses Buch nicht nur drei interessante Frauen kennen gelernt, sondern mir wurde wieder in Erinnerung gerufen, wie sehr manche Menschen in den 1920er-Jahren auch in den Vereinigten Staaten von Amerika ums Überleben kämpfen mussten.

Die Alligatoren, die dem Buch seinen Titel geben, sind Randfiguren. Sie sind ein Symbol dafür, dass man sie schießen kann, um sich von ihnen zu ernähren. Allerdings schmecken sie nicht besonders gut. Sie sind aber auch Tiere, die den Menschen gefährlich werden können.

Ich vergebe fünf von fünf Sternen und eine Leseempfehlung.

 

 

 

(Rezi von Adelheid) Jane Gardam: Weit weg von Verona

Hinterlasse einen Kommentar

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

folgendes Buch hat mich angenehm überrascht:

„Weit weg von Verona“ von Jane Gardam

Warum?

Lesen Sie selbst.

 

Kurzinformationen zum Buch „Weit weg von Verona“

Erscheinungsdatum in Deutschland: 23. Juli 2018

Verlag:  Hanser, Berlin

ISBN-Nummer: 978-3446260405

Seitenzahl: 238 Seiten

Das Buch ist in der deutschen Übersetzung als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet im Buchhandel in Deutschland  22 Euro.

 

Über die Autorin Jane Gardam:

Jane Gardam ist eine britische Schriftstellerin, die 1928 geboren wurde. Ihre britischen Trilogie um „Old Fith“ – also drei Bücher – waren alle Bestseller. Zu diesen Büchern gehört beispielsweise „Ein untadeliger Mann“.

„Weit weg von Verona“ ist Jane Gardams erster Roman.

 

Worum geht es?

Die Handlung spielt während des Zweiten Weltkriegs in Großbritannien. Jessica Vye ist zwölf Jahre alt und Schülerin. Ihr Vater ist Geistlicher, die Mutter nimmt ihre Aufgaben als Gattin eines Geistlichen wahr. Außerdem gibt es noch den kleinen Bruder Rowley.

Mit neun Jahren hat Jessica ein einschneidendes Erlebnis. Ein Herr, der in die Schule kommt und bei  Schülerin die Liebe zu Büchern wecken soll, bescheinigt Jessica, dass sie eine Schriftstellerin ist. Und genau das will sie sein.

Sie erzählt als Ich-Erzählerin aus ihrem Leben. Sie hält sich nicht für liebenswert, sie meint oft, dass viele Menschen sie nicht leiden können. In gewissem Maße ist sie selbst daran schuld, denn sie muss immer wieder ihre Meinung sagen.

Probleme hat sie mit der Lehrerin Mrs. Dobbs. Diese schätzt Jessicas Aufsätze nicht. Andererseits muss man in der Schule Lektüre lesen, die langweilig ist. Als Jessica der Lehrerin das sagt, wird diese wütend.

Das Verhältnis zwischen Mrs. Dobbs und Jessica verbessert sich, als sich Jessica mit Mrs. Pemberton anfreundet. Mrs. Pemberton ist eine Lehrerin im Ruhestand, die immer gute Tipps geben kann.

Während einer Feier eines Pfarrkollegen ihres Vaters lernt Jessica Christian kennen. Sie ist von diesem Mann fasziniert.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseproben ist auf mehreren Webseiten im Internet zu finden. Beispielsweise bei vorablesen.de.  Einfach nach diesem Buch suchen und auf die Option „Leseprobe öffnen“ klicken. Dann ist es möglich, einige Seiten dieses Buches kostenlos zu lesen.

 

Meine Meinung:

Das Buch und der Schreibstil haben mich sofort begeistert. Gerne habe ich diese Geschichte mit dieser vorlauten, aber dennoch sympathischen Heldin gelesen. Es macht mir nichts aus, dass Jessica ihre Meinung sagt. Ich finde das erfrischend.

Oft tritt sie mit ihrer Meinung in Fettnäpfchen, bringt also Leute gegen sich auf. Andererseits hat sie recht. Warum muss man für die Schule oft langweilige Bücher lesen. Das ging nicht nur Jessica so – sondern auch vielen Lesern dieses Buches, mir zum Beispiel.

Ich habe das Buch gelesen, weil ich wissen wollte, wie es mit Jessica und Christian weitergehen wird. Dabei ist das Buch absolut nicht vorhersehbar – und so war auch ich vom Schluss überrascht.

Wer ein gut geschriebenes Buch mit einer sympathischen jugendlichen Heldin lesen will, dem sei dieses Buch empfohlen.

Ich vergebe fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

 

Older Entries