{Rezension} Eine unbeliebte Frau (1) von Nele Neuhaus

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List Taschenbuch – Ullstein Verlage // 384 Seiten // Taschenbuch 10,99€ – E-Book 9,99€

Eine Ladung Schrot aus dem eigenen Jagdgewehr beschert dem Frankfurter Oberstaatsanwalt ein schnelles, wenn auch sehr hässliches Ende. Die schöne junge Frau, die tot am Fuß eines Aussichtsturms im Taunus liegt, ist viel zu unversehrt, um an den Folgen eines Sturzes gestorben zu sein. Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine neue Kollegin Pia Kirchhoff sind sich einig: Der erste Todesfall war ein Selbstmord, der zweite jedoch ein Mord. Bald häufen sich sowohl die Motive als auch die Verdächtigen. Doch was hat den Staatsanwalt in den Tod getrieben?

Lange schon liegen die Bände der Autorin hier ungelesen bei mir. Nun endlich habe ich mir den Ersten Band ganz fest vorgenommen und ich war begeistert, ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Zum einen lernen wir hier Pia Kirchhoff kennen, eine taffe Kommissarin, die nach einigen Jahren Ehe endlich wieder ausbricht und nach dem Heimchen am Herd es wieder genießt, in ihrem Beruf zu arbeiten. Aber im Laufe des Buches kommt dem Leser immer wieder der Gedanke, ob Pia wirklich fürs alleinsein geschaffen ist. Aber wer ist das schon? Pia ist jedenfalls eine sehr sympathische Protagonistin, die eine sehr gute Arbeit macht und der man das einfach alles abkauft.

Dann gibt es noch Kommissar Oliver von Bodenstein. Er lebt mit Frau und Kindern und kennt die Gegend im Taunus und die Leute gut. Bodenstein hadert mit dem Beruf seiner Frau,, aber er will sie auch nicht einbremsen. Auch er ist ein äußerst sympathischer Protagonist, der auch eine gute Arbeit macht und mit seiner neuen Kollegin ein richtig gutes Team abgibt.

Am Anfang hat man als Leser das Gefühl, dass es so gar nicht voran geht. Jede Menge Leute tauchen auf, die mehr oder minder verdächtig sind, Befragungen und Ermittlerarbeit steht im Vordergrund.
Aber je weiter man hinein liest, umso verzwickter wird dieser Fall und man als Leser tappt langsam total im Dunklen. Ich muss sagen, es war super spannend und ich wußte selbst nicht, wo das alles enden sollte.

Eine richtig tolle Geschichte, die spannend geschrieben ist und ein gutes Ermittlerduo hat. Bis zum Schluß spannend und mit mehreren Wendungen lässt sich das Buch richtig schnell weg lesen.
Sehr zu empfehlen!

 

{Rezension} Mordsfreunde (2) von Nele Neuhaus

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List Taschenbuch – Ullstein Verlage // 400 Seiten // Tschenbuch 10,99€ – E-Book 9,99€

Ein Tierpfleger des Opel-Zoos im Taunus macht eine grausige Entdeckung: im Elefantengehege liegt eine menschliche Hand. Die dazu gehörige Leiche finden Kommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff von der Hofheimer Kripo in einer frisch gemähten Wiese gegenüber dem Zoogelände. Der Tote war ein Lehrer und vehementer Umweltschützer, der wegen seines Charismas von vielen Schülern glühend verehrt wurde – und von einigen Einwohnern der Stadt ebenso sehr gehasst. Doch liegt hier das Motiv für einen Mord?

Nachdem ich nun endlich Band 1 gelesen hatte, hab ich mir gedacht, ich nehme mir Band 2 vor und schau mal, ob der mich genauso begeistern kann. Und was soll ich sagen, für mich war der  noch besser, als der Erste.

Nachdem sich nun Pia und Bodenstein zusammen gerauft haben und richtig gute Arbeit leisten, haben sie hier wieder so einen verzwickten Fall. Los geht es eigentlich mit einer Leiche, Pauly, einem orstansäßigen Politiker-Rebellen, der schon mal richtig auf die Barrikaden gehen konnte und vielen Menschen in der Gegend auf die Füße getreten ist. Und damit hat man hier schon mal gleich eine Handvoll Tatverdächtige und ich als Leser konnte keinen ausschliessen. Im Gegenteil, es ging immer so weiter. Es entwickelten sich immer mehr Verstrickungen und es taten sich immer neue Wendungen auf.

Auch dieser Zweite Band ist flüssig und spannend geschrieben, sehr gut recherchiert und die Protagonisten haben eine gute Tiefe bekommen, mehr noch, als bereits im Ersten Band. Hier konnte sich die Geschichte und die Schreibweise der Autorin noch steigern.

Toll fand ich auch die Hinterleuchtung der Privatsphäre von den Ermittlern, hier hat der Leser in dem Band richtig viel erfahren!

Ein toller Krimi, spannend geschrieben und in dem keine Langeweile aufkommt. Noch besser als Band eins und für mich eine absolute Leseempfehlung. Top!

 

{Rezension} Sturmherz – Corina Bomann

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Ullstein Verlag// 528 Seiten// TB 10,99€ – E-Book 9,99€

Alexa Petri hat schon seit vielen Jahren ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter Cornelia. Doch nun liegt Cornelia im Koma, und Alexa muss ihre Vormundschaft übernehmen. Sie findet einen Brief, der Cornelia in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt: als leidenschaftliche junge Frau im Hamburg der frühen sechziger Jahre. Und als Opfer der schweren Sturmflutkatastrophe. Alexa beginnt zu ahnen, wer ihre Mutter wirklich ist. Als ein alter Freund von Cornelia auftaucht, ergreift Alexa die Chance, sich von der Frau erzählen zu lassen, die sie schließlich auch verstehen und lieben lernt.

Alexa und ihre Mutter haben sich so überhaupt nicht mehr verstanden, ständig gab es Streit und das gesamte Verhältnis zueinander war sehr problematisch. Doch als ihre Mutter plötzlich im Krankenhaus im Koma liegt, will Alexa sich unbedingt um sie kümmern und das niemanden anderen überlassen – schliesslich ist sie ihre Mutter, und Alexa liebt sie trotzdem.
Dann lernt Alexa den Schriftsteller Richard Henderson aus den USA kennen, der ihre Mutter kennt. Und plötzlich lernt Alexa ihre Mutter von einer ganz anderen Seite kennen, denn diese hat nie etwas über ihre Vergangenheit erzählt.
Mit Richard kommt langsam Licht ins Dunkel, und langsam versteht auch Alexa auch, warum ihre Mutter so verschlossen war.

Die Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, sie beginnt im Grunde in Hamburg vor der großen Sturmflut. Die junge Cornelia lernt den Studenten Richard aus den USA kennen und lieben. Aufgrund der Sturmflut und anderen widrigen Umständen verlieren sie sich leider.
Ich fand die Protagonisten wirklich toll, auch die Geschichte rund um die Hamburger Sturmflut fand ich sehr ergreifend.Cornelia war anfangs ein verschüchtertes Mädchen und reifte zu einer Frau heran, die ihren Weg geht. Auch wenn es Passagen gab, die ich nicht nachvollziehen konnte, wie sie gehandelt hat, war sie doch toll. Auch Richard und sein Sohn Ethan – der seine eigene traurige Geschichte mitbrachte – waren sehr sympatisch und hatten ihre Ecken und Kanten. Das gefiel mir sehr gut. Aber ganz begeistert war ich von Alexa, die eine wirklich gute Tochter sein wollte und alles für ihre Mutter getan hat.

Das Familiengeheimnis und die Geschichte von Cornelia und Richard war sehr ergreifend und auch sehr traurig. Als Leser war man voll dabei und hat mit den Protagonisten mitgefiebert.
Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil, sehr mitfühlend und einfühlsam. Das machte das lesen sehr angenehm und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Ein sehr emotionaler Roman, der spannend und einfühlsam ist, mit einem Familiengeheimnis, das auch der Leser unbedingt aufdecken will.
Ich persönlich fand das Buch so richtig toll und kann es einfach nur weiter empfehlen.

 

Vielen Dank an den Ullstein Verlag und NetGalley für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares als E-Book.
 

{Rezension} Kalte Nächte, warme Herzen (Sarina Bowen)

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Rennie Road Books / 214 Seiten / E-Book 0,99€

 

 

Ski Champion Dane „Danger“ Hollister geht keine Beziehungen ein, seine Gründe dafür hält er allerdings geheim. Der Fluch, den er von seiner Mutter geerbt hat, wird ihn irgendwann alles kosten: Seinen Platz im olympischen Ski Team, seine Sponsoren und seine Fähigkeit, in Höchstgeschwindigkeit einen Berg runter zu rasen.

Country Girl wider Willen, Willow Reade, trifft Dane durch puren Zufall. Ihr ins Schleudern geratener Pick-up Truck drängt ihn während eines Schneesturms von der Straße. Während sie gemeinsam über Nacht in seinem Jeep gestrandet sind, kommen sich die beiden einsamsten Menschen in Vermont näher, als sie gedacht hätten.

Und doch kann keiner von beiden absehen, wie sehr ihr kleines Zusammentreffen nicht nur Danes erschreckendes Geheimnis gefährdet, sondern auch Willows vorläufigen Frieden, den sie mit sich und ihren Entscheidungen geschlossen hat. Nur gegenseitiges Vertrauen und Verstehen kann ihren Schmerz beenden und ihnen eine hart erkämpfte Chance auf Liebe bringen.

 

Der Ski-Star Dane Hollister lernt Willow bei einem kleinen Autounfall kennen, wo die beiden die halbe Nacht im Schneesturm im Auto regelrecht gefangen sind.
Sofort spüren beide eine gewisse Verbindung zueinander, aber für Dane steht fest: Er will keine feste Beziehung aufbauen, da in seiner Familie ein Gendeffekt auftritt und er nur darauf wartet, bis dieser auch bei ihm auftritt.
Willow weiß woran sie ist, trotzdem ist sie traurig, als Dane wieder aus ihrem Leben verschwindet – allerdings nicht für immer.

Der Roman ist eine Romance, welche sich wirklich gut lesen lässt. Ich mochte Willow sehr gerne, auch ihre beste Freundin. An Dane Hollister bin ich manchmal verzweifelt, aber für die Geschichte ist er genauso, wie er sein muss, um es ein wenig spannend zu halten.
Na klar, es ist ein Liebesroman und eigentlich weiß man ja auch, wie er ausgeht, deswegen steht die Spannung nicht so im Vordergrund. Aber die Beziehung zwischen den beiden fand ich gut und die Skigeschichte rundherum ebenfalls.

Eine schöne Liebesgeschichte, mit einem Mann, der von Moment zu Moment lebt und trotz des Risikos, dass er auf der Skipiste eingeht, doch recht feige ist, was den Gentest angeht, mit einer Frau, die mutig im Leben steht und aufgrund ihrer Ausbildung die Menschen recht gut einschätzen kann.
Alles in allem mochte ich die, zwar absehbare, aber schöne Geschichte zu lesen und bin auf die weitern Teile der Serie gespannt.

Vielen Dank an Michael Decker für das Rezensionsexemplar!
Sarina Bowen ist Bestsellerautorin, Gewinnerin des RITA Awards für zeitgenössische Liebesromane und hat bereits ein Dutzend romantischer Romane geschrieben. Sie lebt in Vermont, zusammen mit ihrer Familie, zehn Hühnern und viel zu viel Ski- und Eishockeyausrüstung.

{Rezension} Föhnlage (1) von Jörg Maurer

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Fischer Verlag// 330 Seiten // 8,99€

 

Reizklima mit Bergblick: der erste Fall von Kommissar Jennerwein
Bei einem Konzert in einem idyllischen bayerischen Alpen-Kurort stürzt ein Mann von der Decke ins Publikum – tot. Und der Zuhörer, auf den er fiel, auch. Kommissar Jennerwein nimmt die Ermittlungen auf: War es ein Unfall, Selbstmord, Mord? Er schlägt sich mit widersprüchlichen Zeugenaussagen herum, die Einheimischen spekulieren genussvoll bei Föhn und Bier. Was hatte der Gestürzte oben auf dem Dachboden zu suchen? Und warum ist der hoch angesehene Bestattungsunternehmer Ignaz Grasegger auf einmal so nervös? Derweil muss Jennerwein einen verdächtigen Trachtler durch den ganzen Ort jagen und stößt unverhofft auf eine heiße Spur…

Schon lange habe ich die Romane von Jörg Maurer ungelesen im Regal stehen und habe mich nun mal aufgemacht, den Ersten Band zu lesen. Und es hat sich gelohnt!

Anfangs habe ich mich etwas schwer getan mit diesem bayrischen Stil, aber einmal in Fahrt, kam auch meine Leselust so richtig auf Touren.
Dieser Roman ist witzig und intelligent, er nimmt hier alles auf die Schippe, was man machen kann: die Bayern, den Krimi, die Gangster und die Kriminalbeamten. Es war wirklich sehr lustig und häufig grenzte es schon an richtig schwarzen Humor – wer damit nichts anfangen kann, sollte die Finger von dem Buch lassen.
Aber ich lese ja doch recht gerne solche Bücher, man muss nachdenken (auf keinen Fall weiß man gleich wer der Mörder ist), verschiedene Handlungsstränge werden geknüpft (welche alle am Ende zusammen geführt werden) und zwischendurch lernt man noch den sympathischen Kommissar Jennerwein kennen, der auch nur ein Mensch ist und mit diversen Handicaps zu leben hat.

Die Handlung im Buch ist gut durchdacht und man selbst als Leser weiß auch nicht so recht, warum nun  der Platzanweiser sterben musste und durch wessen Hand. Das finde ich schon mal sehr gut.

Ein herrlich schräger Alpenkrimi, der mit schwarzen Humor glänzt und durch eine tolle Geschichte.
Die Protagonisten sind wohl durchdacht und sehr stimmig.
Ein leicht überspitzer Humor – wer sowas nicht mag, der sollte die Finger davon lassen. Für alle anderen: Klare Leseempfehlung!

 

(Rezi von Adelheid) Anna Gavalda: Ab morgen wird alles anders

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Vorspann:

Das Buch „Zusammen ist man weniger allein“ der französischen Schriftstellerin Anna Gavalda hat mir überaus gefallen. Deswegen war ich auch angetan, ihr neuestes Buch mit fünf Erzählungen zu lesen. Dass hier alle Erzählungen aus der Sicht von Ich-Erzählern präsentiert werden, stört mich nicht.

 

Kurze Informationen zum Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 30. Januar 2017

Seitenzahl: 304

Verlag: Hanser

ISBN-Nummer: 978-3446250499

Das Buch ist in Deutschland als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet 20 Euro.

 

Fünf Erzählungen und meine Meinung dazu:

„Mein Hund wird sterben“ ist für mich die beste Erzählung des Buches. Sie macht nachdenklich und berührt. Sie handelt von Jeannot, genannt Jean, der als LKW-Fahrer arbeitet. Er erzählt von seinem Hund, dem er keinen Namen gab. Der Hund war ausgesetzt worden. Jean fand ihn am Straßenrand und nahm ihn zu sich. Der Hund gab Jean Wärme, Liebe und Freundschaft, nachdem sein Sohn Ludovic gestorben war.

Jean zieht Parallelen zwischen dem Tod seines Sohnes und dem bevorstehenden Tod seines Hundes. Wieder muss er ein Lebewesen hergeben.

Der Hund war ein treuer und guter Gefährte. Er wohnte mit Jean im Keller, nachdem seine Frau ausgerastet war und penibelst die Wohnung und das Haus reinigte. Und wenn Jean seinen LKW fuhr, saß der Hund neben ihm.

Die Erzählung „Mathilde“ finde ich seltsam. Mathilde ist 28 Jahre alt. Sie studiert in Paris und wohnt mit zwei Frauen im ähnlichen Alter in einer WG. Eines Tages verliert sie ihre Handtasche. Viel Geld befindet sich darin. Mathilde rechnet nicht damit, die Handtasche mit Geld und dem restlichen Inhalt wieder zu bekommen.

Aber es passiert das Unglaubliche: Ein Mann findet die Tasche. Er trifft sich mit Mathilde und händigt ihr die Tasche aus. Dann verschwindet er aus ihrem Leben. Mathilde will ihn unbedingt finden.

Je mehr ich von dieser Erzählung las, desto unsympathischer wurde mir Mathilde. Oft konnte ich ihre Handlungsweisen nicht verstehen.

Die Erzählung „Meine Kraftpunkte“ ist für mich persönlich wieder ein Lichtblick. Es geht um Pierre. Er ist Vater und arbeitet auf einer Baustelle. Eines Tages wird er in die Schule zitiert, weil sein Sohn Valentin einem behinderten Mitschüler, namens Maxime, die Reifen des Rollstuhls aufgestochen hat.

Pierre kann zur Versöhnung von Valentin, Maxime und dessen Eltern beitragen, indem er allen zeigt, wie man einen Rollstuhlreifen flickt.

Pierre ist sympathisch, er versucht zu vermitteln. Und er versucht auch, seinen Sohn Valentin zu verstehen. Der Schluss der Geschichte ist überraschend – und man erfährt den wahren Grund, warum Valentin den Rollstuhl von Maxime beschädigte. Wobei ich über diesen Grund schon den Kopf schütteln musste….

Die Erzählung „Yann“ ist für mich sehr konfus. Yann ist zwar sympathisch – ein Student, 26 Jahre alt. Er hat eine schnoddrige Sprache als Ich-Erzähler, an die ich mich erst mal gewöhnen muss. In dieser Erzählung vermisse ich den „roten Faden“ – also eine Haupthandlung. Yann macht dies und das. Einmal trifft er Alice. Alice, die reich und attraktiv ist. Ein anderes Mal ist Yann Vertreter einer koreanischen Firma.

Wäre das ein Roman, hätte ich ihn nach 60 Seiten weggelegt. Die circa 100 Seiten umfassende Erzählung habe ich ganz gelesen, aber irgendein Funke sprang auf mich nicht über.

Auch „Minnesang“ konnte mich nicht begeistern. Obwohl ich Ludmilla, die Hauptperson, mochte. Sie arbeitet in einem Laden, der Tiere und alles, was ein Tier braucht, verkauft. An den Wochenenden besucht sie ihre Schwester, die Familie hat.

Ludmilla selbst ist noch nie auf die Idee gekommen, nach einem Partner fürs Leben zu suchen.

An einem Abend geht sie aus. Nachdem sie einen Mann getroffen hat, dessen Katze sie interessiert, trifft sie einen Dichter, der mit ihr ins Bett will. Dass dieser Lieder und Gedichte zitiert, finde ich originell. Auch der Schluss der Erzählung überrascht und passt dazu.

Dennoch mag ich diese Erzählung nicht besonders gern, was eindeutig an der recht ordinären Sprache liegt.

 

Mein Fazit:

In dem Buch „Ab morgen wird alles anders“ von Anna Gavalda lernt man in fünf Erzählungen fünf verschiedene Menschen mit fünf verschiedenen Schicksalen und etlichen Problemen kennen.

Zwei Erzählungen gefallen mir überaus gut, zwei Erzählungen finde ich mittelmäßig – und eine Erzählung mag ich überhaupt nicht, da ich sie ziemlich konfus finde.

Ich vergebe diesem Buch drei von fünf Sternen. Bei einer Weiterempfehlung bin ich unentschlossen.

 

 

 

 

 

 

(Rezi von Adelheid) Elena Ferrante: Die Geschichte eines neuen Namens

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich habe vor einigen Tagen folgendes Buch zu Ende gelesen:

„Die Geschichte eines neuen Namens“

der italienischen Schriftstellerin

Elena Ferrante.

Wie mir das Buch gefallen hat, liest man in folgender Rezension.

 

Kurzinformationen zu diesem Buch:

Erschienen in Deutschland am: 10. Januar 2017

Verlag: Suhrkamp

Seitenzahl: 624 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3518425749

Das Buch ist in der deutschen Übersetzung als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet im Buchhandel in Deutschland 25 Euro.

 

Wer ist Elena Ferrante?

Elena Ferrante ist das Pseudonym einer italienischen Autorin, die seit 1992 Bücher schreibt.

„Die Geschichte eines neuen Namens“ ist der zweite Band der so genannten „Neapolitanischen Saga“, die weltweit zum Bestseller avanciert ist.

In Deutschland ist bereits der erste Band mit dem Titel „Meine geniale Freundin“ erschienen, die Veröffentlichung des dritten und vierten Bandes ist vom Suhrkamp-Verlag für 2017 noch geplant.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man an mehreren Orten im Internet. Beispielsweise bei vorablesen.de. Einfach nach dem Buch suchen, auf die Option „Leseprobe öffnen“ klicken – und schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

Die Handlung:

Die Handlung dieses Romans spielt im Neapel (Italien) der 1960er-Jahre. Elena ist die Ich-Erzählerin in diesem Buch. Befreundet ist sie mit Lila, die im Alter von 16 Jahren Stefano geheiratet hat. Ihr Wunsch war es, von der Mittelmäßigkeit in die höhere Gesellschaft einzuheiraten. Das ist ihr auch gelungen – Stefano hat Geld, er kann sich viel leisten. Allerdings betrügt er Lila. Ihr ist außerdem langweilig, sie möchte sich gerne in die Gesellschaft einbringen. Vielleicht würde es ihr gelingen, wenn sie in der Schuhmacherei des Bruders Rino mitarbeiten könnte. Aber das ist nicht geplant.

Während Elena weiterhin eine Schule besuchen kann und ihre Noten – je nach Gefühlszustand – einmal besser und einmal schlechter sind -, ist Lila mit ihrem Leben nicht zufrieden und immer wieder neidisch auf Elena. Es gelingt ihr nicht, von Stefano schwanger zu werden. Stattdessen verliebt sie sich in Nino und betrügt damit ihren Mann Stefano.

 

Meine Meinung zu dem Buch:

 Ich habe das Buch gelesen, ohne vorher den ersten Band dieser „Neapolitanischen Saga“ gelesen zu haben. Interessanterweise kam ich schnell in das Buch, denn die darin vorkommenden Charaktere werden vor der Romanhandlung auf einigen Seiten beschrieben. Es ist auch immer wieder hilfreich, während der Lektüre auf diese Seiten zurückzublättern, wenn neue Personen in dem Roman auftauchen.

Das aus der Ich-Perspektive in der Vergangenheit geschriebene Werk ist gut geschrieben. Immer wieder gibt es wörtliche Rede, aber auch viel indirekte Rede. Elena ist mir sympathisch – ich verstehe ihre Handlungsweise. Sie steht allerdings oft im Schatten von Lila, die einfach die Schönere und Begabtere der beiden Frauen zu sein scheint. Allerdings kann Lila nach der Heirat mit Stefano eventuelle Wünsche einer Weiterbildung nicht mehr realisieren. Sie ist abhängig von ihrem Mann Stefano, der ihr zwar ein Leben mit einem gewissen Luxus bieten kann. Aber Bildung ist zweitrangig. Er hätte gerne ein Kind von Lila.

In ihrer Unzufriedenheit ist Lila oft eifersüchtig auf Elena. Sie versucht, Elena in Beschlag zu nehmen. Das ist spürbar während eines Sommers am Meer. Elena nimmt sich die Launen ihrer besten Freundin sehr zu Herzen – so sehr, dass ihre schulischen Leistungen immer wieder darunter zu leiden haben.

Diese Konkurrenz zwischen Elena und Lila zieht sich fast durch das ganze Buch. Sie ist interessant zu lesen, macht das Buch aber nicht unbedingt spannend. Es gab für mich Phasen beim Lesen der 624 Seiten, die einfach mühsam waren. Da ich aber interessiert war, wie sich Elena und Lila weiterentwickeln, habe ich das Buch zu Ende gelesen. Und das hat sich auch gelohnt, weil sich gegen Ende einige Ereignisse überschlagen. Und dann wird das Buch wirklich spannend, mitreißend und interessant.

Die Ereignisse zum Schluss haben dazu geführt, dass ich das Buch mit der Note „gut“ (vier Sterne)  bewerte. Eine Weiterempfehlung gibt es ebenfalls.

 

P.S.: Diese Rezension habe ich in ähnlicher und verkürzter Form bereits an mehreren Stellen im Internet veröffentlicht. Beispielsweise bei „vorablesen.de“ unter meinem Usernamen „adel69“, bei Amazon.de unter meinem Usernamen „Irina Melbourne“, bei lovelybooks.de unter meinem Usernamen „sydneysider47“ etc.

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